SturmEcho

SturmEcho 374: Christian Jauk – Einer für alle

Neues Jahr, neuer Sturm-Lesestoff. Das erste SturmEcho des Jahres 2024 bereitet seine Leserinnen und Leser in der kompletten schwarz-weißen Bandbreite auf ein ereignisreiches Frühjahr vor.

Der Präsident. Die jüngsten Erfolge des SK Sturm können sich sehen lassen. Trotzdem und gerade deshalb „darf die Euphorie nicht zum Risikofaktor werden“, wie Christian Jauk im großen Cover-Interview mahnt. Darin bilanziert er seine Amtszeit, spricht von Träumen mit sowie über Sturm und wagt auch den Blick in die Zukunft.

Der Tanz auf drei Hochzeiten. Conference League, Meisterschaft und Cup – die Schwarz-Weißen sind nach der Saisonhälfte in allen Bewerben voll im Rennen. Zwischen Bescheidenheit und Gier stellt sich jedoch keine Zufriedenheit ein, sondern viel eher der Hunger auf mehr, wie eine Bestandsaufnahme zeigt.

Den Zufall minimieren. Das ist das Ziel von Damen-Cheftrainer Sargon Duran. Im SturmEcho-Interview schildert er aber auch die Bedeutung des Matchplans und spricht von Schach, Entscheidungsfindung und Häuptlingen.

Der Nachwuchs und seine Werte. Die Jugendabteilung des SK Sturm hat mehr als nur den Sieg im Blick. Neben der sportlichen spielt nämlich auch die persönliche Weiterentwicklung eine große Rolle. Ein eigens entwickelter Wertekodex ist einer von vielen Bausteinen, den die Hoffnungsträger von morgen mit auf den Weg bekommen.

Der „Sturm-Würfel“. Mit dem neuen Hospitality-Bereich südlich der Merkur Arena sorgt der SK Sturm für eine Aufwertung des Stadionbesuchs vieler Sturm-Anhänger. Ein Blick hinter die Kulissen des „Longin GRAWE Klub 1909“ sowie der „Sportsbar – Das Eggenberg“.

Die Smiths. Der Zufall hat Regie geführt und Daniel und Archie Smith im August 2022 zu Sturm-Fans gemacht. Jetzt bilden sie den wohl am weitesten von Graz entfernten Anhängerklub. Ein Porträt.

Die schlechteste Liga aller Zeiten. 16 Mannschaften kämpften 1983/84 um den Titel, Sturm spielte einen fantastischen Herbst – auch international. Für eine neuerliche Europacup-Qualifikation reichte es in einer Meisterschaft mit auch nicht ganz so klingenden Namen dennoch nicht.

Diese und 28 weitere Beiträge lesen Sie im neuen SturmEcho 374, das unter shop.sksturm.at sowie in den SturmShops Hans-Sachs-Gasse, Liebenau und Shopping City Seiersberg erhältlich ist.

Abos und Infos: 0316 / 771 771

Inhalt

  • Kunstschüsse
  • Vorspiel
  • Sturm-Präsident Christian Jauk im Interview

Sturm & Drang

  • Zwischen Bescheidenheit und Gier
  • Der Problembehr (Kolumne)
  • Max Kerl im Porträt
  • Frauen: Sargon Duran im Interview
  • Jugend: Mehr als nur den Sieg im Blick

Sportklub Sturm

  • Sturms neuer Hospitality-„Würfel“
  • Schwarzer Ansturm
  • Sponsor Lounge: René Zengerer von der Gerüstbau Zengerer GmbH

Fankurve

  • Schwarzmarkt
  • Wir sind Sturm!: Daniel und Archie Smith
  • Kurvendiskussion (Kolumne)

Seit 1909

  • Saison mit Sternchen 1983/84:
  • Die schlechteste Liga aller Zeiten
  • Schwarz-weiße Familienchronik:
  • Jänner, Februar, März

Schlusspfiff: Ivica Osim, Trainer des 50-Jahre-Bundesliga-Team

© Sebastian Atzler

„Euphorie darf nicht zum Risikofaktor werden“

Titel wärmen die schwarz-weiße Seele, aber Bodenhaftung ist ebenso wichtig: Sturm-Präsident Christian Jauk bilanziert seine Amtszeit, spricht über Leidenschaft, Träume, Bauprojekte und wo er Sturm im Jahr 2034 sieht.

Nächtliche Anrufe oder Mails vom „Präsi“ sind keine Seltenheit. Christian Jauk ist rund um die Uhr mit Sturm Graz beschäftigt. Ideen und Pläne, Analysen und Einordnungen sprudeln aus ihm heraus, Gespräche mit ihm können – ausgehend vom Fußball – zu ausufernden Erörterungen über Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur mutieren. Sturm als unstillbare Passion: Der Vorstandsvorsitzende der Schelhammer Capital Bank AG und der Bank Burgenland identifiziert sich wie kaum ein anderer mit den Schwarz-Weißen. Empfängt zwischen Sitzungen im Grazer Bankenhauptquartier andere Aficionados, schreibt im Flug in die Finanzmetropole London die „Vorstandsetage“ für das SturmEcho, nutzt das beruflich notwendige Pendeln nach Wien, um mit Fanvertretern, Sponsoren oder Sturm-Angestellten via Handy zu kommunizieren. Die Kurve ist ihm gleich wichtig wie der VIP-Klub, Basisnähe und Empathie sind zwei Grundpfeiler seiner Präsidentschaft, die am 20. Jänner 2012 begonnen hat.

Wie oft denken Sie durchschnittlich am Tag an Sturm Graz? Warum nur am Tag? Ich träume sogar von Sturm, gar nicht so selten.

Sind das Matchszenen, Spielergebnisträume oder schlüpfen Sie gar selbst in ein Sturm-Trikot? Träume haben mit Visionen zu tun. Es geht bei mir darum, den Verein weiter zu entwickeln. Projekte, Sponsoring, Verbesserung der Rahmenbedingungen und vieles mehr. Ich mich selbst im Sturm-Trikot? Auf so eine Idee wäre ich nicht einmal im Traum gekommen (lacht).

Sie sind als Bankdirektor und Spitzenmanager vielbeschäftigt. Da ist viel Rationalität gefragt. Wie unterscheidet es sich, ein Finanzunternehmen und einen Fußballklub zu führen? Die Prinzipien des Erfolges unterscheiden sich nicht. Man braucht überall die richtigen Menschen, ein Konzept, Leadership und den Spirit. Fußball ist kurzfristiger, es gibt starkes öffentliches Interesse, täglichen Druck, von der Politik bis zur Intrige ist das gesamte Spektrum abgedeckt. Ich nehme überall viel mit und kann für beide Seiten davon profitieren. Außerdem, eine Bank funktioniert nicht nur rational.

Wie würden Sie Ihren Führungsstil bezeichnen? Das können andere besser beurteilen. Ich versuche Vorbild zu sein. Ich kann von anderen nicht etwas verlangen, was ich nicht selbst vorlebe. Meine Teamorientierung ist ein Grundsatz, aber genauso der Zug auf das Tor.

Mit der kommenden Generalversammlung im März läuft Ihre Präsidentschaft aus, Zeit, um Bilanz zu ziehen. Was war in den vergangenen vier Jahren Ihr emotional schönstes Erlebnis und worauf hätten Sie gerne verzichtet? Jedes Jahr bietet schöne Augenblicke und schenkt Freude, aber von über 12.000 Mitgliedern hätte ich nicht zu träumen gewagt. Titel zu gewinnen ist nicht alles, aber Titel wärmen die schwarz-weiße Seele. Auf einige destruktive Meetings im Grazer Rathaus hätte ich gerne verzichten können.

Das gesamte Interview mit Christian Jauk lesen Sie im neuen SturmEcho 374.

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