Sturm ist in der internationalen Saison 2026/27 angekommen. Mit dem erst 34-jährigen Fabio Ingolitsch ist jenem Protagonisten, der mit seinem Team die Kicker auf das so dichte Herbst-Programm in Europa League, Meisterschaft und Cup einstellt, die Titelstory des neuen SturmEchos gewidmet.
Teamplayer. Fabio Ingolitsch will die Europa League genießen und freut sich besonders auf den „Kracher“ gegen den AFC Bournemouth. Im ausführlichen SturmEcho-Interview erklärt er zudem, warum er in der Meisterschaft für eine „realistische Erwartungshaltung“ plädiert, weshalb der Cupsieg dennoch sein erklärtes Ziel und die Raute für ihn kein Dogma ist.
Heißmacher. Mit seinen „Fire-Speeches“ heizt er den Sturm-Kickern regelmäßig ein. Christoph Witamwas erklärt seine Rolle als Co-Trainer, erläutert seine Zusammenarbeit mit Chefcoach Fabio Ingolitsch und legt dar, was er aus seinen früheren Stationen im Frauenfußball und bei Österreichs U17-Vizeweltmeistern mitgenommen hat.
Shootingstar. Luca Weinhandl hat sich längst in die Notizblöcke zahlreicher internationaler Top-Vereine gespielt und sich beim SK Sturm ein Stammleiberl erarbeitet. Mit dem SturmEcho spricht der 17-Jährige über seinen Werdegang, internationale Highlights in der Europa League und er erklärt, wie er das alles mit der Schule vereinbar ist.
Dauerbrenner. Seit bereits zehn Jahren arbeitet Thomas Tebbich in der Schaltzentrale des SK Sturm und stellt damit im internationalen Profifußball eine Ausnahmeerscheinung dar. Der Geschäftsführer Wirtschaft der Schwarz-Weißen spricht über persönliche Höhepunkte in teils herausfordernden Zeiten und erklärt seine Ziele für die Zukunft.
Einpeitscher. Dennis Buchrieser entschied ein umfangreiches Casting für sich und ist seit Saisonbeginn die neue „Stimme Sturms“. Im Klubmagazin verrät er seinen beruflichen Werdegang, erzählt, welche Legende sein absolutes Vorbild ist und erklärt die absoluten No-Gos für Stadionsprecher sind.
Diese und zahlreiche weitere Beiträge lesen Sie im neuen SturmEcho 385, das unter shop.sksturm.at sowie in den SturmShops Hans-Sachs-Gasse, Liebenau und Shopping City Seiersberg erhältlich ist.
Abos und Infos: 0316 / 771 771
Inhalt
- Kunstschüsse
- Vorstandsetage (Kolumne)
- Young Gun – Coach und Teamplayer Fabio Ingolitsch
- Christoph Witamwas im Interview
- Sturms Europa League-Gegner
- Kurzpässe
Sturm & Drang
- Luca Weinhandl im Interview
- Der Problembehr (Kolumne)
Sportklub Sturm
- Thomas Tebbich – Markenzeichen: Ausdauer
- Stadionsprecher Dennis Buchrieser im Porträt
- Sponsor Lounge: David Schweiger und Christian Gubik von NovaLabs
Fankurve
- Schwarzmarkt
- Kurvendiskussion (Kolumne)
Seit 1909
- Journalistenlegende Walter Kowatsch-Schwarz im Protokoll
- Schwarz-weiße Familienchronik: Oktober, November, Dezember
- Saison mit Sternchen 2001/02: Auf Wiedersehen!
- Schlusspfiff: Elf „Weltmeister“
Teamplayer und Spielerentwickler
Fabio Ingolitsch will die Europa League genießen und freut sich besonders auf den „Kracher“ gegen den AFC Bournemouth. Im ausführlichen SturmEcho-Interview erklärt er zudem, warum er in der Meisterschaft für eine „realistische Erwartungshaltung“ plädiert, weshalb der Cupsieg dennoch sein erklärtes Ziel und die Raute für ihn kein Dogma ist.
Man kann mit ihm über alles sprechen, bloß nicht über die Tattoos, die seine Arme zieren. Man sieht Sterne, römische Ziffern, aber auch Figürliches, die Bedeutung der unter die Haut gehenden Bilder bleibt aber (s)ein Geheimnis. Abgesehen davon ist Fabio Ingolitsch ganz und gar nicht verschlossen, sondern höchst gesprächig. Der 34-jährige Salzburger ist seit 29. Dezember des Vorjahres Cheftrainer von Sturm Graz – der jüngste Coach seit Rudolf Strittich im Jahr 1955. Ingolitsch, der seine aktive Fußballerkarriere beim SK Bischofshofen begonnen hatte, spielte zehn Jahre lang im Mittelfeld bei Salzburger Unterhaus-Klubs, ehe er mit 25 Jahren seine Karriere als Aktiver beendete und beim FC Liefering als Co-Trainer anheuerte.
Er gilt als absoluter Frühstarter im Trainerbusiness. Schon als 19-Jähriger besuchte er seinen ersten Trainerkurs und coachte eine Nachwuchsmannschaft. Zehn Jahre später hatte er die UEFA Pro-Lizenz in der Tasche – als jüngster Österreicher aller Zeiten. In Liefering assistierte er damals dem Trainerduo Gerhard Struber und Janusz Góra sowie später Bo Svensson, zudem pflegte er, der auch Lehramtsstudien in Geografie und Philosophie/Psychologie abgeschlossen hat, in Salzburg enge Kontakte mit Marco Rose und Jesse Marsch. Seine weiteren Stationen als Trainer: RB Fußballakademie U18, RB Salzburg U19, Cheftrainer FC Liefering, die U21 des FC Zürich sowie der heimische Bundesligist SCR Altach. Von Vorarlberg übersiedelte er direkt in die Uhrturmstadt, zu einem Verein, der ihm immer schon ein Begriff gewesen ist.
Fabio Ingolitsch, welche Bedeutung hatte Sturm Graz für Sie vor Ihrer Zeit als Cheftrainer? Von Anfang an gab es da eine Verbundenheit. Da ich 1992 geboren bin, waren meine ersten Erinnerungen die goldenen Zeiten unter Trainer Ivica Osim. Er und das magische Dreieck brachten Sturm zum Meistertitel und in die Champions League. Wir Kinder haben das auch in Salzburg mitbekommen, ich war damals auch Sturm-Fan, wie – so glaube ich – fast jedes österreichische Kind mit einer Fußballaffinität. Ich hatte auch Sturm-Bettwäsche und -Trikots von Verwandten aus Graz bekommen. Mein Bruder Sandro hat später bei Sturm gespielt und im Zuge meiner Pro-Lizenz habe ich in Graz hospitiert. Deswegen war mir Sturm immer sehr nahe. Die unter Christian Ilzer entwickelte Spielidee ist auch mein Steckenpferd. Indem Sturm meinem Ex-Verein Salzburg Paroli geboten hat, machte der Klub österreichweit Furore. Im Hinterkopf habe ich mir gut vorstellen können, einmal Trainer dieses Vereins zu werden.
Wie wird man Sturm-Trainer? Von wem wird man kontaktiert, wie läuft das in der Praxis ab? Zunächst hat mich Geschäftsführer Sport Michael Parensen kontaktiert. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch, in dem ich versucht habe, meine Idee von Fußball zu erläutern. Wir haben uns ausgetauscht, geschaut, ob wir in die gleiche Richtung denken, strategisch, persönlich – auch in der Frage, wie wir mit Menschen, mit dem Staff, mit Spielern umgehen. Micha hat mir das Modell Sturm Graz vorgestellt, das ja speziell ist: Man will jungen Spielern eine Chance geben, der Trainer muss ein Entwickler sein, dem klar ist, dass er in jeder Transferperiode seine besten Spieler verlieren kann. Und dann wieder junge Talente aufbauen muss. Du musst also immer wieder neu beginnen. Das ist nicht einfach, aber genau das bin ich gewohnt. Von Salzburg, wo die Spielerentwicklung immer im Zentrum stand, bin ich sehr geprägt worden.
Das gesamte Interview lesen Sie im neuen SturmEcho 385.