Der SK Sturm Graz feierte in Hartberg einen intensiven und unterhaltsamen Auswärtssieg. Die Schwarz-Weißen legten vor allem in der ersten Halbzeit effizientes Offensivspiel an den Tag, mussten nach der Pause jedoch nochmals kämpfen, ehe Youngster Luca Weinhandl mit seinem Premierentor in der Bundesliga für die Entscheidung sorgte.
Hin und her in Halbzeit eins
Der SK Sturm erwischte in Hartberg einen Auftakt nach Maß und ging bereits früh in Führung. Nach einem Eckball stieg Albert Vallci am höchsten und köpfelte den Ball schon in der zweiten Minute zur frühen Führung ins Netz. Die Grazer präsentierten sich in der Anfangsphase enorm präsent, attackierten früh im Pressing und setzten die Hausherren mit ihrer Intensität sofort unter Druck. Die Antwort der Hartberger ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nach einer schnellen Spielverlagerung bekam Luca Pazourek an der Strafraumgrenze zu viel Platz und traf mit einem sehenswerten Abschluss ins obere Eck in der neunten Minute zum Ausgleich. Trotz des Gegentreffers blieben die Schwarz-Weißen die aktivere Mannschaft und suchten weiterhin den Weg nach vorne. Die erneute Führung fiel schließlich in der 14. Minute: Emir Karić zog direkt ab, Benjamin Markuš fälschte den Ball unglücklich ins eigene Tor ab und ließ seinem Torhüter keine Chance.
Besonders auffällig agierte einmal mehr Otar Kiteishvili. Kurz vor der Pause belohnte sich der Georgier auch selbst: Ryan Fosso spielte einen starken Steckpass auf Emir Karic, dessen präzise Hereingabe verwertete Kiteishvili per Flugkopfball sehenswert zum dritten Grazer Treffer. Mit einer verdienten Führung ging es für Sturm schließlich in die Halbzeitpause.
Sehenswerter Siegtreffer
Die zweite Halbzeit verlief zwar etwas weniger turbulent als der erste Durchgang, blieb jedoch bis zum Schluss spannend. Hartberg kam deutlich aktiver aus der Kabine, übernahm phasenweise die Kontrolle und setzte die Grazer Defensive immer wieder unter Druck. Sturm konzentrierte sich nach dem Seitenwechsel zunehmend auf die Arbeit gegen den Ball und fand offensiv zunächst nur noch selten Entlastung. Richtig spannend wurde es schließlich nach einem Elfmeter für die Hausherren: Jon Gorenc Stanković brachte Hoffmann im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Sadikovski zeigte auf den Punkt und Fridrikas verwandelte zum Anschlusstreffer. Damit war die Partie plötzlich wieder völlig offen. Trotz der Drangphase der Hartberger blieb Sturm in den entscheidenden Situationen gefährlich. Nach einem schweren Fehler im Hartberger Aufbauspiel kam Luca Weinhandl an den Ball und traf mit einem sehenswerten Abschluss ins linke obere Eck zum 4:2. Für den Youngster war es zugleich das erste Tor in der Bundesliga. In der Schlussphase ließ Sturm nichts mehr anbrennen und brachte den Vorsprung schließlich souverän über die Zeit. Der SK Sturm hat somit Platz zwei in der Tabelle sicher. Nächsten Sonntag gegen Rapid heißt es dann nochmal alles geben!
Albert Vallci zum Sieg in Hartberg: "Es freut uns, dass wir unseren Fans wieder einen Sieg schenken konnten. Gegen Rapid nächste Woche wollen wir nochmals alles geben und am Ende werden wir sehen, ob es für den ganz großen Wurf reicht!"
TSV Hartberg 2:4 (1:3) SK Puntigamer Sturm Graz
TSV Hartberg
Hülsmann - Heil - Schopp (71. Komposch) - Wilfinger - Coulibaly - Pazourek - Fillafer (46. Kovacevic) - Kainz (71. Spendlhofer) - Markus - Hoffmann (71. Korherr) - Fridrikas (79./Karner)
SK Puntigamer Sturm Graz
Khudyakov - Gazibegović - Mitchell - Vallci - Karić - Fosso (85. Hierländer) - Gorenc Stanković (59. Koller) - Hödl - Kiteishvili (85. Mamageishvili) - Kayombo (59. Weinhandl) - Jatta (63. Malone)
Tore: Pazourek (9.), Fridrikas (56. Elfmeter) bzw. Vallci (2.), Markus (14. Eigentor), Kiteishvili (25.), Weinhandl (80.)
Gelbe Karten: Schopp, Komposch bzw. Gorenc Stanković, Weinhandl
Profertil Arena, 5.085 Zuschauer:innen