Am 24. Juni feiert Sturms Geschäftsführer Sport Michael Parensen seinen Vierziger.
Werdegang zum Geschäftsführer
Am 21. November 2024 präsentierte Präsident Christian Jauk den Deutschen als Nachfolger von Andi Schicker. Jauk damals: „Parensen überzeugte uns durch seine bisherige Karriere, durch seine Vereinstreue, seinen sportlichen Hunger, seinen Fleiß und durch seine bodenständige, sympathische Art.“ Geboren in Bad Driburg, war Parensen als Mittelfeldspieler und Verteidiger bei Paderborn, bei Köln und Dortmund in jungen Jahren tätig. Seine große Zeit aber erlebte er beim bodenständigen Berliner Klub Union Berlin, wo er lange Jahre Identifikationsfigur und Liebling der Fans war. 249 Punktespiele absolvierte er und schaffte mit Union den Aufstieg in die erste Bundesliga. Nach dem Karriereende war er Technischer Direktor und Assistent der Geschäftsführung bei Union Berlin. Nach dem Abitur studierte Michael Betriebswirtschaft, übte das Fach aber durch die Profikarriere nicht aus. Sein persönliches Glück fand er in seiner Antonia, die Künstlerin, Gesangslehrerin und Schauspielerin ist. Mit ihr hat er zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Seine Familie kam mit ihm nach Graz, wo er am südlichen Stadtrand eine idyllische Bleibe gefunden hat.
Vom Nachfolger zum Gestalter
Sturm beobachtete Michael Parensen schon seit geraumer Zeit, die Erfolge der Grazer blieben bei ihm in Berlin nicht unbemerkt. „Die Klubphilosophie und das Leitbild fanden sofort Anklang bei mir“, erinnert sich der Geschäftsführer. Die Nachfolge eines Andi Schicker mitten in der Saison anzutreten war alles andere als einfach. Schicker und Ilzer hatten die gesamte Crew nach Hoffenheim genommen, bei Sturm musste rasch gehandelt und improvisiert werden. Trotz einiger Herausforderungen gelang es Parensen, sich rasch einzuleben – und im Sommer 2025 konnte der zweite Meistertitel en suite gefeiert werden. Der ruhige, sympathische Sportchef musste bei den Sturmfans, die Schicker und Ilzer nachtrauerten, erst Punkte sammeln. Das war im Spätherbst 2025 nicht einfach, da durch Spielerabgänge, Verletzungen und Heimniederlagen eine negative Phase einsetzte. Mit dem neuen Trainer und geschickten Transfers folgte ein starkes Frühjahr, das um ein Haar den dritten Meistertitel gebracht hätte.
Jonglieren ist gefragt
Die „goldenen“ Stürmertransfers der Ära Schicker – Yeboah, Höjlund, Emegha, Biereth – haben bei den Sturmfans hohe Erwartungen geweckt. Mittlerweile aber hat sich der Transfermarkt stark verändert und es wird immer schwieriger, derartige Rohdiamanten nach Graz zu holen. Parensen muss als verantwortungsbewusster Geschäftsführer auch immer zwischen Erfolgsdruck, hohen Erwartungen und den finanziellen Realitäten bei Sturm – kein modernes Stadion, keine alljährliche CL-Teilnahme, kein Megaverkauf in Jahresabständen, Nachhaltigkeit durch das neue Trainingszentrum – jonglieren. Für Spieler, die sich nicht bewährt haben, müssen Klubs gefunden werden, gefragte Spielertypen sollen gefunden werden – immer im finanziellen Rahmen.
Christian Jauk: „Michael Parensen hat sich bei Sturm bestens eingelebt, er hat unsere DNA verinnerlicht und er arbeitet mit seinem Team mit großem Engagement. Ich bin überzeugt, dass die Fans, die Andi Schicker nachtrauern, seine Bedeutung für Sturm immer mehr erkennen werden. Zu seinem Vierziger wünsche ich ihm alles Gute. Möge ihm gemeinsam mit Thomas Tebbich und Fabio Ingolitsch wieder ein starkes Sturm-Jahr gelingen.“