Andi Schicker feiert am 6. Juli seinen 40. Geburtstag. Der SK Sturm feierte mit dem Obersteirer als Sportchef große Erfolge. Wir gratulieren!
Andi Schicker prägte Sturm
Er prägte gemeinsam mit Chris Ilzer von 2020 bis Oktober 2024 die zweite „goldene Ära“ unseres SK Sturm nach Ivica Osim und Heinz Schilcher. Jetzt beweist er bei Hoffenheim unter seinem „Chef“ Dietmar Hopp sein goldenes Händchen. Die Sturm-Familie gratuliert zum Vierziger am 6. Juli.
Stolzer Bauernbua
Der stolze „Bauernbua“ aus Bruck an der Mur, mit seiner Melanie und Sohn Matteo glücklich geerdet und demnächst wieder Vater, hat mit viel positiver Energie seinen Lebensweg bestritten und auch aus Rückschlägen – wie dem pyrotechnischen Unfall im November 2014 – letztlich Erfahrung gesammelt und profitiert. Sturms Ex-Geschäftsführer Günter Kreissl war ihm ein Förderer, als er den Ex-ÖFB-Jugendauswahlspieler nach seinem Unfall bei Wiener Neustadt als Spieler reaktivierte und ihn dann zum Co-Trainer und Nachfolger als Sportdirektor installierte. Kreissl holte Andi schließlich als Chef-Scout zu Sturm.
Im Winter 2019/20 zog sich Günter Kreissl, der mit Sturm immerhin Pokalsieger und Vizemeister 2018 wurde, mit einem Burnout zurück. Und jetzt war es Präsident Christian Jauk, der von Andi Schicker begeistert und überzeugt war. Auch gegen Zweifler im Klub setzte sich Jauk durch – und gemeinsam mit Andi Schicker fanden sie schließlich Chris Ilzer als neuen Trainer.
Der Steirer hat sich in Deutschland durchgesetzt
Damit startete Sturm nach der Corona-Krise ab Herbst 2020 – anfänglich noch mit Geisterspielen – wie eine Rakete. Und Andi schaffte es mit Intelligenz, „Bauernschläue“ wie er selbst sagt, Fingerspitzengefühl und wenn nötig auch mit Härte, Schwarzweiß in die optimale Spur zu bringen. Trotz der engen Finanzlage wegen Corona setzte er den Yeboah-Transfer von Tirol nach Graz durch, womit sich die Spirale im positiven Sinn zu drehen begann. Die damaligen Goldtransfers Højlund, Emegha, Biereth, Böving und Co sind wohl heute nicht mehr so möglich, die Zeiten haben sich geändert. Aber es war ein goldenes Zeitfenster. Die Erfolge trudelten ein: Vizemeister, Pokalsieger 2023, Double 2024, das große, scheinbar unbezwingliche Red Bull-Team konnte überrundet werden.
Schließlich im Oktober 2024 – Schicker: “Für mich war das Bild in Graz fertig gezeichnet“ – der für Sturm bittere Abgang, dem mit Pajduch, Ilzer und Co gleich ein ganzes Team folgte. Die ersten Monate in Hoffenheim waren für ihn Löwenarbeit, aber er hat es – gemeinsam mit Chris Ilzer und seinem ganzen Team – geschafft. Vom Abstiegskandidaten zur Truppe im Spitzenfeld, Dietmar Hopp liebt seinen Schützling Andi Schicker, die deutschen Medien staunen über sein Werk.
Der Steirer Schicker hat sich in Deutschland durchgesetzt, seine Wurzeln aber bleiben in Bruck und Graz. Und er kann sich dereinst auch eine Rückkehr zu Sturm vorstellen.
„Schätze ihn als Mensch und Experten“
Präsident Christian Jauk: „Ich habe Andi Schicker schon als Chefscout schätzen gelernt, als Mensch und als Experte. Und ich war – gegen Widerstände – von seiner Qualität überzeugt und habe ihn als Geschäftsführer Sport durchgesetzt. Heute bin ich stolz, den Weg mit ihm gegangen zu sein, er brachte uns wohl die schönste Zeit der Sturm-Geschichte neben Osim. Nach wie vor bin ich mit ihm verbunden und in Kontakt. Wir alle freuen uns über seinen Erfolg. Herzliche Gratulation zum Vierziger.“