Ein jubelt sitzend vor zwei Trophäen
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Thomas Tebbich seit 10 Jahren Sturm-Geschäftsführer

Seit genau zehn Jahren ist Thomas Tebbich für die wirtschaftlichen Agenden des SK Sturm verantwortlich. Mit großem Engagement und viel Erfolg.

Vier Männer halten ein Sturm-Trikot.
Im Sommer 2016 dockte Thomas Tebbich mit Günther Kreissl bei Sturm an. © GEPA Pictures

Mega-Sprung nach vorne

Im heurigen August feiert unser Thomas Tebbich ein unglaubliches Jubiläum: Seit genau zehn Jahren steht er auf der Kommandobrücke des Sportklub Sturm als Geschäftsführer Wirtschaft. Ein Rekord im aufreibenden Fußballgeschäft: Nach Christoph Längle von Altach ist er der längstdienende Geschäftsführer der Bundesliga. In diesen zehn Jahren hat der Klub sportlich und wirtschaftlich einen Mega-Sprung nach vorne gebracht.

Als Thomas Tebbich 2016 gemeinsam mit Günther Kreissl auf der Kommandobrücke stand, lag Sturm budgettechnisch an der 10 Millionen-Grenze. Die Corona-Zeit galt es zu überstehen, doch seither hat der Klub diese Marke längst vervielfacht. Natürlich im Champions-League-Jahr und durch Spielerverkäufe besonders markant.

Die Entwicklung war nicht nur sportlich enorm. Im Sponsoring kratzt Sturm unter Tebbich mittlerweile an der Zehn-Millionen-Euro-Grenze. Beim Merchandising mit den drei Shops in Liebenau, in der Grazer Hans-Sachs-Gasse und in der SCS Seiersberg sowie im Onlineshop werden deutlich mehr als vier Millionen Euro umgesetzt. Dazu die Zuseher-Einnahmen, wo Sturm durch die Begrenztheit von Liebenau und durch den zu kleinen VIP-Club benachteiligt ist, die mit der ständigen Marke „ausverkauft“ gekennzeichnet sind. Mittlerweile ist die Geschäftsstelle auf über fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen, die Thomas Tebbich täglich zu dirigieren hat.

Ein Mann mit Medaille und Getränk in der Hand.
Der Anteil von Thomas Tebbich am Erfolg des SK Sturm ist nicht hoch genug einzuschätzen. © Sebastian Atzler

Meilensteine in der Ära Tebbich

Thomas Tebbich versucht im Rahmen der großen sportlichen Erfolge und der hohen Erwartungshaltung der Sturmfans das Sturm-Schiff auf stabilen wirtschaftlichen Beinen zu halten. Immerhin gilt es die sportliche Abteilung, die medizinische und ernährungstechnische Beratung ebenso optimal aufzustellen und in der Waage zu halten wie die Infrastruktur in Messendorf und das Jahrhundertprojekt in Puntigam, das noch heuer zum Abschluss gebracht werden wird. Dazu wurde der Postsportplatz für die Frauen massiv in der Infrastruktur verbessert, ebenso der Dreier-Platz in Messendorf und die Küche, die der optimalen Ernährung unserer Spieler dient.

Tebbich steht auch hinter der SportsBar Eggenberg und dem Longin-Club, die der Klub im Süden des Stadions errichtet hat. Das hat die Gesamtkapazität der VIP-Gäste auf über tausend pro Spieltag gehoben. Im Social-Media-Bereich hat man mittlerweile Red Bull Salzburg überholt, die Videoproduktionen sind auf sehr hohem Niveau.

Betrachtet man den Arbeitsumfang von Thomas Tebbich, steht die Frage im Raum, wie er alles an einem 24-Stunden-Tag schafft. Noch dazu in einem medial so präsenten Umfeld mit höchstem Druck vergleichbar mit der Politik.

Geboren wurde der stets sympathische und ausgleichend wirkende Sturm-Geschäftsführer am 4. Februar 1975 in Graz, in dem Jahr als Sturm in der neu geschaffenen Zehnerliga spielte und ins Pokal-Finale gegen Wacker Innsbruck vorstieß.

Ein Sportler vor dem Stabhochsprung
Thomas Tebbich ist einer von nur fünf österreichischen Zehnkämpfern, die die Achttausendermarke knacken konnten. © GEPA pictures

Spitzen-Zehnkämpfer

Von klein auf war Thomas Sturmfan, doch ihn zog es zur Leichtathletik. Beim ATG in der Kastellfeldgasse entwickelte er sich zu einem der besten Zehnkämpfer des Landes. Von 1994 bis 2004 zeigte er ständig auf. 1994 wurde er in Lissabon Fünfter bei den „World Junior Championchips“ mit 7125 Punkten, 1996, mit 21, und 1997 gewann Tebbich die „National Championsships“ in der Südstadt und in Wolfsberg. Sein Rekord lag bei 8039 Points, womit er einer von nur fünf Österreichern ist, die die Achttausenderhürde je überschritten haben. Am 30. Mai 1999 wurde er in Götzis österreichischer Meister im Zehnkampf. 2004 gelang ihm nochmals der Titelgewinn in Schwechat mit 7431 Punkten.

Nach seiner aktiven Karriere und dem Fachhochschul-Studium, das er mit dem Master abschloss, war Tebbich unter anderem Geschäftsführer beim Projekt Spielberg am Red-Bull-Ring und von 2012 bis 2015 Chief Operations Officer bei Harti Weirathers Firma WWP in Abu Dhabi. Damals war er auch für den drittgrößten Sponsor von Real Madrid verantwortlich.

Aus familiären Gründen entschloss sich der Familienvater Ende 2015 zur Heimkehr nach Graz. Am 1. August 2016 begann seine Zeit als Geschäftsführer Wirtschaft des Sportklub Sturm in Nachfolge von Gerhard Goldbrich. Gemeinsam mit Günter Kreissl steuerte er das Sturm-Schiff bis Frühjahr 2020. Dann folgte an seiner Seite Andi Schicker und seit November 2024 nun Micha Parensen.

Zwei Männer in einem Stadion.
Präsident Jauk: „Der Sportklub Sturm kann sich glücklich schätzen, einen so engagierten Geschäftsführer zu haben.“ © Sebastian Atzler

Lob vom Boss

Thomas Tebbich leistete in den bisherigen zehn Jahren beste Arbeit für Sturm: die sportlichen Erfolge – 2018 Pokalsieg, Vizemeister, 2022 Vizemeister, 2023 Pokalsieg und Vizemeister, 2024 Double mit Meistertitel und Pokalsieg, 2025 abermals Meistertitel, 2026 Vizemeister, dazu Champions-League und Euro-League – waren die Basis für die tolle Entwicklung des Klubs. Wobei es, wie schon gesagt, die Corona-Pandemie mit einer langen Zeit von Geisterspielen und Homeoffice durchzutauchen galt.

Die Sturm-Familie gratuliert Thomas Tebbich zu seinem Jubiläum. Ad multos annos in der Sturm-Geschäftsführung – und hoffentlich weitere gute Jahre und viel Gesundheit und Stehvermögen für seinen stressigen Job.

Präsident Christian Jauk: „Der Sportklub Sturm kann sich glücklich schätzen, mit Mag. Thomas Tebbich seit nunmehr einem vollen Jahrzehnt einen gewissenhaften, so engagierten, umsichtigen und menschlich hervorragenden Geschäftsführer zu haben. Die schwere, wirtschaftlich enge Corona-Zeit und sportliche Krisen hat er ebenso gut gemanagt wie die großartige Erfolgsserie seit 2021 mit all den unglaublichen organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Lieber Thomas, alles Gute und auf weitere so gute Zusammenarbeit für unsere Schwoazen.“

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