Ein Mann lächelt
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Sturm-Legende Walter Hörmann ist 65

Am 13. September feiert die Sturm- und Austria-Legende, heute Sportdirektor des Steirischen Fußballverbandes und Co-Geschäftsführer der Akademie Steiermark-Sturm, seinen 65. Geburtstag.

Ein Fußballer schießt den Ball
1980 kam Walter Hörmann erstmals zu Sturm, 1992 kehrte er heim. © GEPA pictures

Im Sommer 1980 zu Sturm

Seit rund fünfzehn Jahren ist Walter Hörmann Sportdirektor des Steirischen Fußballverbandes. Gemeinsam mit Didi Pegam ist Walter auch Geschäftsführer der Akademie Steiermark-Sturm. Am 13. September feiert die Sturm- und Austria-Legende den 65er. Im Sommer 1980 holte Präsident Franz Gady den kleinen, blonden Wirbelwind von Feldbach nach Graz. Trainer Otto Baric und seine Assistenten Fritz Jalitsch und Robert Pflug nahmen den 19-jährigen sofort in den engeren Kader. Mit den gleichaltrigen Peter Huberts und Richie Niederbacher war er im Erfolgsherbst 1980 stets eine Option.

Sein Debüt feierte er in Runde vier vor 15.000 im Bundesstadion Liebenau gegen Meister Austria. 1:1 endete die Partie durch ein Tor von Hubert Kulmer. Die Truppe: Saria; Wirth, Schilcher, Steiner, Schauss; Stendal (Wagenhofer), Breber, Kulmer, Peter Huberts; Toni Haas, Jurtin (Hörmann). Erster Höhepunkt für ihn war dann am 29. November 1980. Mit dem 3:1 über Rapid durch Tore von Kulmer, Bakota und Jurtin war Sturm erstmals in der steirischen Fußballgeschichte Herbstmeister der obersten Spielklasse. Hörmann kam in Hälfte zwei für Zvonko Breber. Zwar zerplatzte dann der Traum mit Meistertitel mit einem 1:4 in der Schlussrunde gegen Rapid, aber für das Debütjahr war es allererste Sahne.

Das Nottingham-Drama

Ab 1982 regierten Gernot Fraydl und Robert Pflug bei Sturm. Und Hörmann hatte in der neuen Sechzehnerliga auf Anhieb seinen Stammplatz im Mittelfeld neben Zvonko Breber und Heinz Thonhofer. Sturm feierte Ende Oktober 1982 die Heimkehr in die revitalisierte Gruabn, schaffte 1983 die UEFA-Cup-Quali und machte 1983/84 im UEFA-Pokal Furore. Die Mannschaft Saria; Schauss, Pichler, Steiner, Feirer; Thonhofer, Breber, Hörmann (Peter Huberts, Marko); Bakota, Szokolai, Jurtin zog über Sportul Studentesc Bukarest, Hellas Verona und Lok Leipzig ins Viertelfinale, wo man ganz knapp 0:1 und 1:1 nach Verlängerung an Nottingham Forest scheiterte. Der harte Elfmeter von Schiri Yuschka – mit Walter Hörmann als Hauptdarsteller – ist noch heute allen Beteiligten in Erinnerung.

Für Hörmann bedeuteten diese Erfolge die Berufung ins ÖFB-Nationalteam, wo er es bis 1992 auf 15 Berufungen brachte: Debüt am 2. 5. 1984 gegen Zypern („Wobei mir Mannschaftskapitän Herbert Prohaska wegen meiner guten Leistung den Erinnerungspokal schenkte.“). Das Team vom 14. November 1984, 1:0 über Holland: Koncilia; Hörmann, Pezzey, Messlender, Brauneder; Heri Weber, Prohaska, Jara; Schachner, Polster (Oberacher), Steinkogler. Letzter Einsatz im August 1992 gegen die CSFR unter Teamchef Happel.

Fünf Millionen Schilling für Walter

Sturm-Boss Alois Paul verkaufte Hörmann schließlich im Sommer 1985 um rund 5 Millionen Schilling an den Schweizer Spitzenklub St.Gallen. Damals eine Rekordablöse. Nach zwei Jahren in der Schweiz folgten fünf Jahre bei Austria Wien, wo er unter Trainer Herbert Prohaska 1991 und 1992 zwei Meistertitel und zwei Pokalsiege feiern konnte und auch zur Austria-Legende erhoben wurde. Der plötzliche Tod von „Mister Austria“ Joschi Walter bedeutete das Ende dieser Erfolgsserie. Im Sommer 1992 initiierte Präsident Charly Temmel eine Spendenaktion. Mit dem „Hörmann-Schilling“ wurde die „Heimkehr“ zu Sturm zu einem beträchtlichen Teil mitfinanziert.

Nach der Amtsübernahme von Hannes Kartnig und Heinz Schilcher im Dezember 1992 erlebte Walter den dramatischen Ligaverbleib 1993, das Jahr unter Milan Djuricic 1993/94 und schließlich die ersten zwei Osim-Jahre mit zwei Vizemeistertitel und dem allerersten Pokalsieg mit 3:1 gegen Admira im Praterstadion. 1996 konnten sich Schilcher und Hörmann nicht über einen neuen Vertrag einigen, Walter wechselte zu Austria Salzburg, wo er unter Trainer Heri Weber neuerlich Meister wurde. Beim FC Kärnten und DSV Alpine ließ er mit 39 seine aktive Karriere ausklingen.

Zwei Männer unterhalten sich.
Präsident Christian Jauk gratuliert: „Ein großartiger Spieler und Kämpfer für Sturm.“ © GEPA pictures

Beeindruckende Bilanz

269 Pflichtspiele und 15 Tore für Sturm stehen auf der Habenseite unserer Legende. Mit 438 Spielen im heimischen Oberhaus ist Hörmann ganz vorne dabei. Als Trainer wirkte Walter Hörmann bei Austria Wien, Vaduz, Liechtenstein, Austria Salzburg, FC Will, St. Pölten und Hartberg, als sportlicher Leiter 2007 bei Sturm und 2008 bis 2010 bei Altach. Seit 2011 ist er mit Erfolg beim steirischen Verband tätig.

Präsident Christian Jauk: „Die gesamte Sturmfamilie wünscht Walter Hörmann zum Geburtstag alles Gute. Er war ein großartiger Spieler und Kämpfer für Sturm und ein wertvolles Glied in der Kette verdienter schwarzweißer Akteure.“

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