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Legende Franz Feirer ist 65

Am 29. November feiert Franz Feirer seinen Fünfundsechziger. Der „Naturbursch“ aus Allerheiligen bei Wildon war von 1982 bis 1990 ein Fixpunkt bei Schwarzweiß. 246 Spiele und 14 Tore für Sturm stehen auf seinem Konto.

1982 Start bei Sturm

Langzeit-Funktionär Hans Walch, Bürgermeister von Allerheiligen bei Wildon und beliebter Gastwirt, machte Franz Gady und die Trainer Gernot Fraydl und Robert Pflug auf den Rohdiamanten aufmerksam. Und so übersiedelte Franz Feirer im Juli 1982 in die Gruabn. Gerade rechtzeitig zu deren Wiedereröffnung im Oktober desselben Jahres.

In der Saison 1983/84 ging der Stern des sympathischen, immer fröhlichen Kämpfers so richtig auf. Von der ersten Runde weg übernahm Feirer die Rolle des linken Außenverteidigers. Er füllte sie mit Konsequenz in der Defensive, aber auch mit energischen Vorstößen auf dem linken Spitz bestens aus. Wusste er doch vor sich im Mittelfeld und Angriff Größen wie Walter Hörmann, Heinz Thonhofer, Rupert Marko oder Gernot Jurtin, denen er Vorlagen geben konnte.

Zwei Männer und ein Fußball im Stadion
Auf der linken Außenbahn eine fixe Größe in den Achtzigerjahren: Franzl Feirer. © Archiv SK Sturm

Unvergessliche Spiele im UEFA-Pokal

Die Höhepunkte ließen nicht lange auf sich warten. In der Meisterschaft ein Derbysieg mit 2:1 gegen den GAK, vor allem aber die unvergesslichen Spiele im UEFA-Pokal: Studentesc Bukarest, dann das 2:2 in Verona und das 0:0 gegen die starken Italiener in Liebenau vor 21.000 Fans, darunter 5000 Tifosi. Die Sturmtruppe Saria; Pichler; Schauss, Steiner, Feirer; Breber, Thonhofer, Peter Huberts, Hörmann; Szokolai (89. Marko), Jurtin – ohne den erkrankten Bakota – kam aus dem Jubeln nicht mehr heraus. Weiters ging`s gegen Lok Leipzig und schließlich zum dramatischen Finale gegen Nottingham Forest im März 1984.

Unvergesslich für Franz Feirer, der als Semiprofi einen fixen Job beim Finanzamt Graz antrat, auch der Herbst 1985 unter Trainer Franz Mikscha: 2:1 gegen den GAK durch Tore von Josip Cop und Rudi Schauss knapp vor Schluss – und dann das legendäre 4:3 über Spitzenklub Wacker Innsbruck. Sturm – mit Konrad; Chris Binder (Marko), Pichler, Cop, Feirer; Thonhofer, Schauss, Szokolai, Petrovic; Vidreis (Bakota), Jurtin – lag mit 1:3 im Rückstand. Die Niederlage schien unabwendbar. Und dann dieses Finale: 84. Minute, Gruabn-Nordtor – Gernot Jurtin trifft zum 2:3. 86. Minute – Bozo Bakota gleicht zum 3:3 aus. Die Gruabn bebt. Hansi Müller und Co wanken. Schon eine Minute später spielen sich Feirer und Co wieder durch, Rudi Schauss kommt ans Leder – und es steht 4:3. Noch drei Minuten, dann Schlusspfiff, die Fans stürmen den Rasen. Hansi Müller trampelt auf seinem Leibchen.

Ein Mann spielt einen Ball
Unvergesslich bleiben Franz Feirers Bomben-Freistoßtore. © Archiv SK Sturm

Große Spiele

1986 übernimmt Professor Walter Ludescher das Kommando am Jakominigürtel, vor allem die Saison 87/88 wird zum Erfolg mit Rang drei und der UEFA-Pokal-Qualifikation. Ein Höhepunkt ist der 5:2-Derby-Sieg am 16. April 1988 über den von Adi Pinter gecoachten GAK in der Gruabn. Sturm mit Konrad; Huberts, Petrovic, Schauss, Feirer; Thonhofer (Temm), Walter Binder (Udo Benko), Türmer, Goldbrich; Koschak, Krämer spielt auf. 34. 1:0 Krämer, 35. 2:0 Krämer, 50. 2:1 Gamauf, 53. 3:1 Krämer, 56. 4:1 Türmer, 58. 4:2 Schatzschneider, 62. Konrad hält Pigel-Elfmeter – und schließlich 86. 5:2 durch einen Bomben-Freistoß von Franz Feirer. Auch beim 4:0 gegen den GAK in der Körösistraße im Oktober 1988 – der verstorbene Mandi Steiner sitzt auf der Trainerbank – trifft Feirer ins Schwarze. Und Franz Feirer bewährt sich auch 1989 unter Otto Baric im mittleren Play off. Im Steirerderby gegen Flavia Solva in der Gruabn, das lange auf des Messers Schneide steht, sorgt er mit zwei Toren für den knappen 2:1-Sieg: Flavia führt durch ein Nessl-Tor in der 53.Minute mit 1:0, spielt clever. Dann in Minute 62 der Ausgleich durch Feirer, in Minute 79 das Siegestor durch einen 18-Meter-Freistoß unseres Franzl.

Im Frühjahr 1990 wechselt Feirer ein einziges Mal den Klub: Bei Vorwärts Steyr spielt er unter Otto Baric und Felix Latzke 56mal in der obersten Spielklasse bis 1992 und kehrt dann noch einmal, im Frühjahr 1993 zu Sturm zurück.

2017 wurde Franz Feirer auf Grund seiner Verdienste für Schwarzweiß in den neu geschaffenen Legendenklub aufgenommen. Die Sturmfamilie gratuliert Feirer ganz herzlich zum Fünfundsechziger.

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