Ryan Fosso feiert heute seinen 24. Geburtstag – der sympathische Mittelfeldspieler blickt auf seine Anfangszeit bei Sturm, die Vorbereitung und die kommende Saison.
Ryan, zuerst einmal: Alles Gute zum Geburtstag! Wie verbringst du deinen Ehrentag?
Vielen Dank! Mir geht es sehr gut, der Tag läuft bisher schön. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass ich ein weiteres Lebensjahr feiern darf und dabei Fußball spielen kann – also genau das machen darf, was ich am meisten liebe. Das ist schon etwas Besonderes.
Die vergangenen beiden Tage standen medizinische Untersuchungen und Leistungstests auf dem Programm, heute geht es erstmals wieder auf den Platz – wie groß ist die Vorfreude, dass es jetzt wieder richtig losgeht?
Nach dem Urlaub sind wir am Montag und Dienstag mit den medizinischen Tests und Leistungstests gestartet. Das ist immer wichtig, um zu sehen, wo man steht und bereit zu sein. Heute geht es endlich wieder richtig mit Fußball los, wir können wieder den Ball am Fuß haben – und genau das lieben wir am meisten. Ich freue mich sehr, dass es wieder losgeht. Für mich ist es mittlerweile meine fünfte Profisaison und ich bin sehr glücklich, diesen Beruf ausüben zu dürfen, von dem ich immer geträumt habe.
Du bist im Winter zum SK Sturm gekommen und seit mittlerweile einem guten halben Jahr in Graz – wie hast du deine ersten Monate bei Schwarz-Weiß erlebt?
Ich bin Mitte Jänner gekommen und in diesen sechs Monaten ist sehr viel passiert. Es waren viele Emotionen dabei, viel Adrenalin, wir haben bis zum Schluss um den Titel gespielt – leider haben wir ihn am Ende nicht geholt. Trotzdem waren es sechs Monate, in denen ich mich sehr gut eingelebt habe. Ich mag die Stadt, den Verein, die Fans und die Atmosphäre im Stadion wirklich sehr. Ich hoffe, dass wir jetzt gemeinsam eine große Saison spielen können.
Wenn du auf deine ersten Monate bei Sturm zurückblickst: Was ist dir besonders positiv in Erinnerung geblieben?
Wie gesagt: Vor allem die Fans. Besonders bei den Auswärtsspielen habe ich gespürt, wie groß diese Leidenschaft ist. Mein erstes Spiel war auswärts bei Tirol, da habe ich schon gemerkt, wie stark unsere Unterstützung ist. Auch bei Rapid war es unglaublich – du spielst gegen einen anderen großen Klub in Österreich und hörst trotzdem unsere Fans extrem laut. Es hat sich fast wie ein Heimspiel angefühlt. Aber auch die Stimmung in Graz ist magisch. Das ist etwas, das mir wirklich in Erinnerung bleibt: diese Liebe der Menschen zum Verein – von den ganz Kleinen bis zu den Älteren.
Nach der kurzen Sommerpause startet jetzt die Vorbereitung – wie sehr freust du dich schon auf die neue Saison und hast du dir persönlich bereits Ziele für die kommende Spielzeit gesetzt?
Wenn man gewinnt, freut man sich natürlich auf die neue Saison. Wenn man nicht gewinnt, freut man sich fast noch mehr darauf, ein anderes Gesicht zu zeigen. Wir sind Zweiter geworden und haben auch den Cup nicht gewonnen – also haben wir als Mannschaft neue Ziele. Wir wollen in dieser Saison viel erreichen. Persönlich setze ich mir nicht zu viele konkrete Ziele oder Grenzen, weil ich glaube, dass ich mich sehr stark entwickeln kann. Ich will einfach jedes Mal mein Maximum geben. Wenn ich das mache, bin ich überzeugt, dass es für mich und für die Mannschaft eine gute Saison werden kann.
Sturm startet mit vielen Aufgaben in die neue Saison – Bundesliga, Cup und internationale Qualifikation. Wie groß ist die Motivation, von Beginn an voll da zu sein?
Es ist immer unglaublich, für einen Klub zu spielen, der international dabei sein kann. Ich habe mit Vaduz schon in der Conference League gespielt, das war eine sehr schöne Erfahrung. Jetzt ist mein Traum, mit Sturm in der Europa League oder vielleicht sogar in der Champions League zu spielen. Wir haben die Qualifikation vor uns und natürlich wollen wir träumen und so weit wie möglich kommen. Dazu kommt die Liga, unser täglicher Wettbewerb, in dem wir ein noch besseres Gesicht zeigen wollen als im letzten Jahr. Und im Cup wollen wir so weit wie möglich kommen, weil dort jedes Spiel entscheiden kann.
Was möchtest du den Sturm-Fans in der kommenden Saison von dir zeigen?
Ich möchte wie in der vergangenen Saison meine Mentalität, meine Energie, meine Ruhe am Ball und vor allem meinen vollen Einsatz zeigen. Ich will zeigen, dass ich alles für den Klub gebe – zu 100 Prozent. Wenn die Fans das sehen, glaube ich, dass sie zufrieden sein werden. Und wenn jeder in der Mannschaft mit dieser Einstellung auftritt, dann werden wir viele Spiele gewinnen.
Und zum Abschluss: Was wünschst du dir für dein neues Lebensjahr – sportlich und privat?
Ich wünsche mir viel Glück, Freude und vor allem Gesundheit. Das Wichtigste ist, gesund zu bleiben und glücklich zu sein in dem, was man jeden Tag macht. Deshalb versuche ich auch immer, mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen.