Sturms Eigengewächs zeigte in den vergangenen Monaten immer wieder sein großes Talent und feiert heute seinen 19. Geburtstag – der Mittelfeld-Allrounder im Geburtstags-Interview.
JP, du spielst deine erste volle Saison bei der Kampfmannschaft. Was hast du in dieser Zeit besonders gelernt – und was bedeutet es dir, bei deinem Jugendklub nun fixer Bestandteil der ersten Mannschaft zu sein?
In der bisherigen Zeit habe ich schon sehr viel erlebt und vor allem gelernt, dass es im Fußball immer Höhen und Tiefen gibt. Am Ende bleibt aber eines gleich: Es ist jedes Mal eine riesige Ehre und pure Freude, auf dem Platz zu stehen – unabhängig davon, ob man gerade Meister geworden ist, kurz davorsteht oder vielleicht einmal mehrere Spiele hintereinander nicht gewinnt. Fußball zu spielen und das zu tun, was man liebt, ist etwas Besonderes. Dass ich das nun als fixer Bestandteil der Kampfmannschaft bei meinem Jugendklub Sturm Graz machen darf, bei dem ich mit dem Fußballspielen begonnen habe, bedeutet mir extrem viel.
Die Europa League-Saison ist für Sturm zwar beendet, du standest aber in fast jeder Partie am Platz. Welche Erfahrungen nimmst du aus dieser internationalen Saison mit – und welche Momente sind dir besonders in Erinnerung geblieben?
Natürlich ist es schade, dass unsere Europa League-Saison vorbei ist, aber für mich persönlich war sie eine extrem schöne und wertvolle Erfahrung. International zu spielen und so oft am Platz zu stehen, ist etwas ganz Besonderes. Meine Highlights waren definitiv das Heimspiel gegen Nottingham Forest sowie der Sieg gegen die Rangers. In beiden Spielen haben wir zuhause richtig starke Leistungen gezeigt, uns belohnt und gemeinsam mit den Fans großartige Momente erlebt. Solche Mannschaftsleistungen vor dieser Kulisse bleiben einfach hängen.
Du bist mit 19 Jahren noch sehr jung. Wie würdest du dich selbst als Spieler beschreiben? Wo siehst du aktuell deine größten Stärken und in welchen Bereichen möchtest du dich noch weiterentwickeln?
Ich würde mich als sehr dynamischen Spieler beschreiben. Meine Stärken liegen im Tempo, im Dribbling mit dem Ball und in meiner Kreativität. Ich habe einen guten Abschluss, wobei ich bei Präzision und Entscheidungsfindung definitiv noch Entwicklungspotenzial sehe – vor allem dort möchte ich gezielt ansetzen. Neben den fußballerischen Fähigkeiten bringe ich auch mentale Aspekte mit. Ich sehe mich als Mentalitätsspieler, der viel Energie auf den Platz bringt und diese auch ausstrahlt. Mir ist es wichtig, dass man mir gerne zuschaut, dass ich etwas auslöse – daran arbeite ich jeden Tag.
Gibt es Mitspieler, von denen du dir im Alltag besonders viel abschauen kannst? Hast du innerhalb der Mannschaft vielleicht sogar ein persönliches Vorbild?
Ich bin jemand, der generell sehr offen ist und versucht, von allen etwas mitzunehmen. Wenn mir etwas gefällt – sei es auf dem Platz oder auch abseits davon – dann schaue ich mir das ab und versuche, es für mich zu adaptieren. Das kann von Trainingsverhalten über Ernährung bis hin zu ganz alltäglichen Dingen reichen. Gerade von Teamkollegen, die schon mehr Erfahrung haben, kann man extrem viel lernen. Deshalb versuche ich, so viel wie möglich aufzusaugen und mich nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch weiterzuentwickeln.
Abseits des Platzes: Wie verbringst du deine Freizeit – und mit welchen Teamkollegen verstehst du dich besonders gut?
In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit Freunden und Familie, manchmal aber auch bewusst alleine, um etwas runterzukommen. Ich gehe gerne in die Stadt, treffe mich mit Freunden oder Teamkollegen. Besonders viel unternehme ich mit Manu, Maurice, Tim und Geyer. Grundsätzlich ist die Mannschaft aber wirklich wie eine große Familie, das merkt man jeden Tag. Abseits davon gehe ich gerne bowlen, spiele Schach, probiere neue Dinge aus oder trainiere im skills.lab. Viel Freizeit bleibt zwar nicht, aber wenn es einmal mehr Zeit gibt, genieße ich auch einen Urlaub.
Nun richtet sich der Fokus auf das Cup-Viertelfinale in Altach und den Start in die Bundesliga. Was nehmt ihr euch als Mannschaft für das Frühjahr vor – und welche persönlichen Ziele hast du dir für die zweite Saisonhälfte gesetzt?
Als Mannschaft wollen wir vor allem wieder geschlossen auftreten und Leistungen zeigen, mit denen wir unsere Fans glücklich machen. Sie unterstützen uns immer unglaublich, egal wie es läuft, und genau das wollen wir ihnen zurückgeben. Gute Leistungen bringen am Ende auch gute Ergebnisse – das ist unser gemeinsames Ziel. Meine persönlichen Ziele ordnen sich dem unter. Ich möchte durch meine Leistungen der Mannschaft helfen, mich weiter ins Team hineinspielen und zu einem wichtigen Faktor werden. Wenn ich an meinen Potenzialen arbeite und diese weiterentwickle, werde ich automatisch wertvoller für die Mannschaft. Natürlich wäre es etwas ganz Besonderes, mit Sturm wieder Meister zu werden und erneut einen internationalen Startplatz zu erreichen.
Zum Abschluss: Du feierst Geburtstag – welche Wünsche hast du für das kommende Jahr?
Mein größter Wunsch ist, dass meine Familie, meine Freunde und ich gesund bleiben. Außerdem wünsche ich mir, weiterhin viele schöne Momente erleben zu dürfen – mit den Menschen, die mir wichtig sind, und mit meinen Teamkollegen. Ich weiß sehr zu schätzen, was ich alles erleben darf, das ist nicht selbstverständlich. Deshalb wünsche ich mir für dieses Jahr vor allem eines: glücklich zu sein und möglichst viele Gründe zum Feiern zu haben.