Unsere Rückkehrer feiert heute seinen 26. Geburtstag und spricht im Interview über seine Liebe zu Sturm und die Ziele für diese Saison.
Gazi, nach einem Jahr Pause wieder ein Geburtstag in schwarz-weiß – wie verbringst du deinen Ehrentag?
Ganz ruhig. Ich bin nicht so der Typ, der seinen Geburtstag groß feiert. Für mich ist das eigentlich ein Tag wie jeder andere – nur mit ein paar mehr Nachrichten, die hereinkommen.
Im Jänner bist du zurück zum SK Sturm gekommen – wie überzeugt bist du, dass das die richtige Entscheidung war?
Ich bin sehr überzeugt davon. Jeder weiß, wie wohl ich mich in Graz fühle. Ich wollte unbedingt wieder hierher zurückkommen, für Sturm spielen und dieses Trikot tragen. Mein Ziel war es, wieder in die Spur zu finden – und ich glaube, dass das bisher ganz gut funktioniert.
Was macht den SK Sturm und Graz so besonders für dich?
Es ist einfach dieses Umfeld. Der Verein, die Fans, die Menschen hier – das Gesamtpaket. Für mich ist Sturm einer der größten Vereine in Österreich, persönlich sogar der größte. Ich habe den Klub in den letzten Jahren wirklich lieben gelernt. Auch nach meinem Karriereende oder wenn ich irgendwann einmal nicht mehr hier spielen sollte, werde ich immer gerne an diese Zeit zurückdenken und immer wieder hier her kommen.
Gegen den SCR Altach konnte man den ersten Platz zurückerobern und man geht als Tabellenführer in die Meistergruppe – wie hast du das Frühjahr bisher erlebt?
Natürlich ist es schön, von der Tabellenspitze in die Meistergruppe zu gehen. Das Frühjahr hatte aber auch seine Aufs und Abs. Das gehört in einer Phase, in der sich eine Mannschaft neu findet, einfach dazu. Wichtig ist, dass wir trotzdem ganz oben stehen. Gleichzeitig wissen wir, dass der erste Platz vor der Meistergruppe noch nichts bedeutet, weil alles sehr eng ist.
Man hat das Gefühl, die Mannschaft findet immer mehr zusammen und die Abläufe werden flüssiger – teilst du diese Beobachtung?
Ja, das sehe ich genauso. Man merkt, dass die Mannschaft auf dem Platz immer besser zueinander findet. Viele Spieler fühlen sich mittlerweile richtig wohl, weil sie sehen, dass der Plan funktioniert. Von Spiel zu Spiel und von Training zu Training werden wir besser – und ich glaube, dass sich das in den nächsten Wochen noch weiter steigern wird.
Gegen die Austria geht es jetzt in der Meistergruppe gleich richtig zur Sache – was habt ihr euch vorgenommen und wie kann man die Veilchen in Wien biegen?
Die Austria ist heuer eine sehr gute Mannschaft mit einem starken Teamspirit. Sie spielen eine gute Saison. Aber wir wissen auch, was wir können. Wir haben viel Qualität im Kader und können jeder Mannschaft in dieser Liga Probleme bereiten. Außerdem haben wir gegen die Austria noch ein paar Rechnungen offen – das ist für uns ein zusätzlicher Anreiz, alles auf den Platz zu bringen.
Die letzten zehn Spiele der Saison stehen an – was habt ihr euch für diese entscheidende Phase vorgenommen?
Es ist klar, dass in diesen zehn Spielen alles passieren kann. Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen. Wenn man dann gegen Ende der Saison sieht, dass noch mehr möglich ist, werden wir natürlich voll auf Angriff gehen. Die Meistergruppe ist extrem eng – jede Mannschaft hat Chancen, ganz oben zu stehen. Wir werden alles dafür geben, am Ende das Maximum herauszuholen.
Außerhalb des Fußballs: Wie verbringst du deine Freizeit und wo bist du in Graz besonders gerne unterwegs?
Ich bin gerne in der Stadt unterwegs, vor allem wenn die Sonne scheint. Dann gehe ich spazieren oder einfach ein bisschen herum und kann so gut abschalten. Sonst treffe ich mich auch gerne mit Freunden, die ich aus meiner Zeit hier in Graz kenne.
Und zum Schluss: Was wünschst du dir zu deinem Geburtstag?
Vor allem Gesundheit. Und natürlich eine erfolgreiche Saison. Ein weiterer Titel wäre natürlich auch etwas sehr Schönes.