Der SK Sturm Graz setzte zum Abschluss des Grunddurchgangs mit einem verdienten 2:0-Heimsieg gegen den SCR Altach ein Ausrufezeichen und geht als Tabellenführer in die Meistergruppe.
Torlose erste Hälfte
Zum Abschluss des Bundesliga-Grunddurchgangs empfing der SK Sturm Graz am Sonntagnachmittag den SCR Altach im Stadion Graz-Liebenau. Gegen die Vorarlberger, die 2026 noch ungeschlagen waren und um einen Platz in der Meistergruppe kämpften, wollten sich die Schwarz-Weißen eine gute Ausgangsposition nach der Punkteteilung sichern. Die erste große Möglichkeit gehörte auch den Grazern: In der sechsten Minute kam Shootingstar JP Hödl nach einem schnellen Angriff zum Abschluss, doch sein scharfer Flachschuss wurde von Milojevic noch in höchster Not auf der Linie entscheidend geklärt. Die Gäste aus Vorarlberg fanden erst im weiteren Verlauf besser in die Partie. In der 31. Minute prüfte Greil Sturm-Schlussmann Matteo Bignetti mit einem Kopfball, wenig später musste die Grazer Defensive gleich mehrfach eingreifen: Jeyland Mitchell blockte zunächst einen Abschluss von Ingolitsch, ehe er auch gegen den heranstürmenden Massombo in der 37. Minute rettend eingreifen konnte. Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich Sturm noch einmal eine gute Gelegenheit: Paul Koller setzte in der 43. Minute einen Kopfball gegen seinen ehemaligen Klub knapp neben das Tor. Somit ging es nach einer umkämpften ersten Hälfte torlos in die Kabinen.
Sturm setzte sich an die Tabellenspitze
Sturm kam mit viel Schwung aus der Pause und setzte sofort ein erstes Ausrufezeichen: In der 51. Minute traf Jeyland Mitchell zwar ins Netz, der Treffer wurde jedoch wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Wenig später durften die Grazer dann wirklich jubeln. Nach einer starken Vorarbeit von Seedy Jatta kam JP Hödl frei zum Abschluss und schob den Ball in der 58. Minute flach ins linke untere Eck zur verdienten Führung ein. Mit dem Treffer im Rücken übernahmen die Schwarz-Weißen endgültig die Kontrolle über das Spiel. Ryan Fosso setzte einen Abschluss knapp neben das lange Eck, stand dabei allerdings im Abseits, während Jusuf Gazibegović in der 67. Minute mit einem Freistoß aus großer Distanz das Tor nur knapp verfehlte. In der Schlussphase musste Altach mehr Risiko eingehen, schwächte sich jedoch selbst: Zech sah nach einem weiteren Foulspiel in der 78. Minute die gelb-rote Karte. Sturm nutzte die Räume in Überzahl konsequent. Torhüter Stojanovic verhinderte zunächst noch einen weiteren Treffer, als er gegen Hödl in der 80. Minute und Vallci in der 82. Minute stark parierte. In der 84. Minute war er jedoch machtlos: Belmin Beganović fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und traf mit einem wuchtigen Distanzschuss zum 2:0-Endstand – womit sich Sturm am Ende vor der Tabellenteilung wieder an die Spitze der Bundesliga setzte.
Belmin Beganović zum Heimerfolg: "Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird. Ich wollte nach meiner Einwechslung Schwung rein bringen und ich bin extrem froh, dass wir gewonnen haben."
SK Puntigamer Sturm Graz 2:0 (0:0) SCR Altach
SK Sturm Graz
Bignetti - Gazibegović (72. Karić) - Koller (87. Geyrhofer) - Mitchell - Vallci - Hödl - Weinhandl - Fosso - Rózga (78. Malone) - Kiteishvili (78. Magameishvili) - Jatta (72. Beganović)
SCR Altach
Stojanovic - Milojevic - Zech - Jäger - Ingolitsch (91. Rahmani) - Demaku - Bähre - Ouedraogo (91. Gorgon) - Massombo (69. Yalcin) - Greil (79. Gugganig) - Diawara - (69. Hrstic)
Tor: 1:0 JP Hödl (58.), 2:0 Belmin Beganović (84.)
Gelbe Karten: Mamageishvili; Zech
Gelb-Rote Karte: Milojevic
Merkur Arena, 15.007 Zuschauer:innen