Der SK Puntigamer Sturm Graz und der GAK 1902 haben sich auf die Ausarbeitung eines gemeinsamen Stadionprojekts verständigt. Ziel ist eine nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige Lösung für die Zukunft des Grazer Profifußballs.
Gemeinsamer Schritt
In einer heute abgehaltenen Pressekonferenz haben der SK Puntigamer Sturm Graz und der GAK 1902 ein vereinsübergreifendes Signal gesetzt. Die beiden Vereine verständigten sich auf die Ausarbeitung eines gemeinsamen Stadionprojekts. Sturm-Präsident Christian Jauk und GAK-Obmann Rene Ziesler sprachen von einem historischen Schritt für den Grazer Fußball.
Kern des Projekts ist die Einigung beider Vereine auf ein gemeinsames Stadion in Liebenau, mit dem Ziel, Kräfte zu bündeln und Synergien bestmöglich zu nutzen. Die Verantwortlichen streben eine Lösung an, die sowohl wirtschaftlich tragfähig ist als auch sportlichen Erfolg und gesellschaftlichen Nutzen ermöglicht. In diesem Zusammenhang richten beide Vereine einen klaren Appell an alle politischen Fraktionen auf Stadt- und Landesebene, dieses Vorhaben zu unterstützen.
Das Stadionprojekt ist mit Investitionskosten von rund 95 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung soll auf mehrere Schultern verteilt werden: Das Land Steiermark und die Stadt Graz sollen jeweils 37,5 Millionen Euro beitragen, die beiden Vereine planen gemeinsam eine Eigenleistung in Höhe von 20 Millionen Euro. Dieses Modell soll eine solide wirtschaftliche Grundlage für die Umsetzung schaffen.
Geplant ist, das Stadion gemeinsam zu errichten und auch gemeinsam zu betreiben. Als Vorbilder dienen vergleichbare Modelle in Österreich, etwa jene von Rapid Wien oder dem LASK. Durch diese Struktur erwarten sich die Vereine bereits in der Errichtungsphase Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich, die sich auch im laufenden Betrieb positiv auswirken sollen.
Die Errichtungs- und Betreibergesellschaft soll zu gleichen Teilen im Eigentum von Sturm Graz und dem GAK 1902 stehen. Dieses paritätische Modell gilt bei vergleichbaren Stadionprojekten in Österreich – etwa in Wien oder Linz – als bewährte Praxis und stellt eine gleichberechtigte Beteiligung beider Klubs sicher.