Ein Mann tritt vor den Vorhang
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Sturm-Ikone Gerhard Wallner im Ruhestand

Bescheiden, still und leise, wie es stets seine Art ist, hat sich Sturms-Langzeit-Masseur und Ex-Spieler Gerhard „Gerdschi“ Wallner im Alter von 66 Jahren in den Ruhestand verabschiedet.

Eine Person jubelt mit einer Trophäe im Stadion
Gerhard Wallner mit der Meisterschale 2025 vor der Nordkurve © Sebastian Atzler

Vor 51 Jahren zu Sturm

Vor 51 (!) Jahren kam der junge Wallner aus Ilz zu Sturm. Trainer war damals Talente-Förderer „Sir“ Karl Schlechta. Und bei den Junioren beziehungsweise der Sturm-Unter-20 und Unter-21 dirigierte Langzeit-Trainer Erich Welk. Wallner galt als riesiges Mittelfeldtalent, der nach Jurtin, Pichler, Weber, Kulmer, Saria gemeinsam mit dem Fürstenfelder Gerhard Müllner ein neues Kapitel schreiben sollte. Trainer Dr. Günter Paulitsch hatte Wallner Ende der 1970er-Jahre bereits im Kader, als am 16. Februar 1979 der Schicksalsschlag geschah: Gerdschi kam mit seinem Auto ins Schleudern, eine Schneestange bohrte sich in seinen Kopf. Offenes Schädeshirntrauma, zwei Herzstillstände – und das drei Monate vor der Matura. Doch er kämpfte sich ins Leben zurück, machte 1982 die Matura nach, schloss ein Studium der Sportwissenschaften ab, wurde geprüfter Heilmasseur und schaffte die Trainer-A-Lizenz. Nach Jahren als Trainer bei Ilz, Fürstenfeld und Feldbach kam Gerdschi im Sommer 1994 zu Beginn der goldenen Ära Osim zurück zu seinem SK Sturm.

Einige Personen jubeln
Gerhard Wallner war noch bei jeder Meister- oder Cupsiegerfeier und freilich auch in der Champions League des SK Sturm live dabei. © Sebastian Atzler

Positiv, fröhlich, bescheiden, einsatzfreudig

Mit seinem positiven Denken, seiner Fröhlichkeit, seiner Bescheidenheit und seinem Einsatz war Gerdschi bei Sturm in über dreißig Jahren unersetzlich. Und sein eiserner Wille selbst ärgste Schicksalsschläge zu überwinden mag Vorbild für unseren SK Sturm und für alle Spieler und Fans sein. Die gesamte goldene Ära Osim, die kritische Phase 2006, die Ära Foda – alle Meistertitel, Champions-League-Zeiten, Cupsiege, immer war Gerhard Wallner an vorderster Front dabei, sowohl Osim als auch Foda hatten ihn ins Herz geschlossen. Und so waren ihm Osim und Foda große Stützen, als ihn am 14. Mai 2002 der nächste Schicksalsschlag ereilte: Vier Tage vor der Hochzeit verunglückte seine Verlobte mit dem Auto tödlich. Ivica Osim stand ihm als Trauergast beim Begräbnis zur Seite. Im September 2005 dann die nächste Prüfung: In der Südstadt überrollte der Sturm-Bus nach dem Spiel Wallners rechten Fuß – eine Operation war die Folge…

Eine Person sitzt in einer Fußballkabine.
Gerdschi sitzt gut gelaunt vor dem Spiel in der Kabine. © Sebastian Atzler

Nichts konnte Gerdschi unterkriegen

Nichts und niemand konnte und kann Gerhard Wallner unterkriegen. So ist er heute glücklich verheiratet und Vater eines Sohnes namens Martin. Und er werkte bis Mai 2026 beim SK Sturm, hat unter Andi Schicker und Chris Ilzer eine neue goldene Ära miterlebt, die sich zuletzt unter Parensen-Säumel und Ingolitsch mit dem Vizemeistertitel fortsetzte. Nun genießt Gerdschi mit seiner Familie den wohlverdienten Ruhestand, doch immer wieder zieht es ihn nach Messendorf zu seinen Freunden und zu unserem SK Sturm.

Präsident Christian Jauk: „Gerhard Wallner ist eine Sturm-Legende, die wie wenig andere für Treue Einsatz, Kampfgeist und Willensstärke steht. Er wird für immer einen Ehrenplatz in der Klubgeschichte einnehmen.“

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