Ein Mann streckt die Arme nach oben.
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Hierländer-Traumtor bei Sieg gegen Rapid

Der SK Sturm Graz verabschiedete sich mit einem Heimsieg gegen Rapid in die Sommerpause. In einer intensiven Partie setzten sich die Schwarz-Weißen spät verdient durch und beendeten die Saison 2026/27 als Vizemeister der ADMIRAL Bundesliga.

Zwei Spieler kämpfen um den Ball.
Zum Abschluss der Saison gelang dem SK Sturm ein Heimsieg gegen den SK Rapid. © Sebastian Atzler

Kuriose Rote Karte für Rapid

Von Beginn an zeigte der SK Sturm im Duell mit Rapid Wien, in welche Richtung sich die Partie entwickeln sollte. Die Grazer traten sofort mutig auf, attackierten früh und drängten die Gäste tief in deren eigene Hälfte. Bereits nach wenigen Minuten setzte Seedy Jatta mit einem Distanzschuss den ersten offensiven Akzent, sein Versuch strich jedoch knapp am Tor vorbei. Die Schwarz-Weißen blieben in der Folge die klar aktivere Mannschaft. Immer wieder kombinierte sich Sturm bis an den Strafraum der Wiener, ohne sich zunächst mit einer wirklich zwingenden Torchance zu belohnen. Nach einer Hereingabe von Otar Kiteishvili versuchte Jatta den Ball artistisch mit der Ferse zu verwerten, setzte den Abschluss jedoch neben das Gehäuse. Die Partie nahm schließlich nach etwas mehr als 20 Minuten eine kuriose Wendung. Rapid-Spieler Yusuf Demir verlor nach einer Szene die Nerven und schleuderte aus Frust seinen Schuh in Richtung des vierten Offiziellen. Schiedsrichter Harald Lechner bewertete die Aktion als grobe Unsportlichkeit und stellte Demir direkt vom Platz. Doch auch mit einem Mann mehr tat sich Sturm zunächst schwer, die kompakte Defensive der Gäste entscheidend auseinanderzuspielen. Die Grazer kontrollierten weiterhin Ballbesitz und Spielgeschehen, fanden im letzten Drittel aber oft nicht die entscheidende Lösung. Erst kurz vor der Pause wurde der Druck spürbar größer. JP Hödl kam innerhalb kurzer Zeit mehrmals gefährlich zum Abschluss, scheiterte jedoch immer wieder an Rapid-Torhüter Niklas Hedl. Wenig später verhinderte der Schlussmann auch gegen Otar Kiteishvili mit einer starken Parade die verdiente Führung der Hausherren. Trotz deutlicher Feldvorteile blieb es zur Halbzeit beim torlosen Unentschieden.

Der Kapitän sorgte für den Schlusspunkt

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Sturm die spielbestimmende Mannschaft und setzte sofort das erste Ausrufezeichen. Paul Koller brachte den Ball gefährlich zur Mitte, Otar Kiteishvili kam zum Abschluss, doch Rapid-Torhüter Niklas Hedl reagierte erneut stark und verhinderte den Rückstand. Beide Teams gingen unverändert aus der Kabine. In weiterer Folge kontrollierten die Schwarz-Weißen das Spielgeschehen nahezu durchgehend. Rapid verteidigte tief und konzentrierte sich darauf, die Räume eng zu halten, während Sturm trotz Überzahl lange keine klaren Torchancen herausspielen konnte. In der Schlussphase wurden die Grazer für ihren Aufwand schließlich doch noch belohnt. In der 88. Minute fasste sich Gizo Mamageishvili aus der Distanz ein Herz und traf sehenswert zur längst verdienten Führung. Tief in der Nachspielzeit folgte dann ein ganz besonderer Moment: Stefan Hierländer erzielte in seinem letzten Spiel für Sturm in der 92. Minute den Treffer zum 2:0-Endstand und sorgte damit für einen emotionalen Schlusspunkt eines besonderen Nachmittags. Der SK Sturm Graz beendet die Saison 2026/27 als Vizemeister der ADMIRAL Bundesliga und feierten zum Abschluss einen verdienten Sieg gegen Rapid und sorgten damit für einen versöhnlichen Schlusspunkt einer intensiven Spielzeit. Danke für die Saison Schwoaze!

SK Puntigamer Sturm Graz 2:0 (0:0) SK Rapid

SK Puntigamer Sturm Graz

Khudyakov - Hödl (72. Gazibegović) - Mitchell - Vallci - Koller - Karić (84. Hierländer) - Gorenc Stanković - Winhandl (62. Mamageishvili) - Kiteishvili - Malone (62. Kayombo) - Jatta (72. Beganović)

SK Rapid

Hedl - Schöller - Cvetković - Raux Yao - Wurmbrand (60. Ahoussou) - Weimann (86. Gulliksen) - Amané - Bolla - Y. Demir - Kara - Dahl (60. Grgić)

Tore: 1:0 Mamgeishvili (88.), 2:0 Hierländer (90+2.)

Gelbe Karten: -

Rote Karten: Demir (22.)

Stadion Graz-Liebenau, 16.180

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