Es hat nicht sein sollen. Stark ersatzgeschwächte Grazerinnen lieferten dem alten und neuen Meister aus St. Pölten einen wahren Cupfight - leider unterlag das Team von Trainer Christian Lang mit 0:2. Zu schwer wogen die Ausfälle auf Seiten der schwarz-weißen Mädels. Sechs Spielerinnen mussten vorgegeben werden - eine Herkulesaufgabe, die nicht bewältigt werden konnte.
Bittere erste Halbzeit
Die SK Sturm Graz Damen traten im ersten Cupfinale der Vereinsgeschichte stark ersatzgeschwächt an - Maierhofer, Hillebrand, Alidou-D’Anjou, Kröll, Purtscheller und Uka fehlten Trainer Christian Lang an diesem heißen Sommertag. Bei beinahe tropischen Temperaturen von 29 Grad Celsius fanden die Grazerinnen gut in die Partie, ohne sich jedoch die ganz großen Torchancen erspielen zu können. Andrea Glibo fand dabei die aussichtsreichste Chance vor, scheiterte jedoch an der schnell aus ihrem Gehäuse eilenden Torhüterin Isabella Kresche. Kurz danach wurde das Finale von einer schweren Verletzung der St. Pöltnerin Adina Hamidovic überschattet - sie wurde mit der Trage vom Feld transportiert. Lange Zeit sah es danach aus, dass die Steirerinnen mit einem 0:0 Unentschieden in die Halbzeitpause gehen können, ehe Melanie Brunnthaler die Favoritinnen aus Niederösterreich mit der ersten echten Torchance in Führung brachte. Tief in der verletzungsbedingt langen Nachspielzeit der ersten Hälfte fand eine Flanke den Kopf von Julia Hickelsberger-Füller, die auf 2:0 stellte.
Harmlose zweite Halbzeit
Nach der Halbzeitpause bot sich den rund 300 Zuseherinnen und Zusehern im Amstettner Ertl Glas Stadion eine chancenarme Partie. Den Abschlüssen auf beiden Seiten fehlte die letzte Genauigkeit. Zu ausgeglichen waren die beiden Teams, um sich die ganz großen Einschussmöglichkeiten zu erspielen. Ab der 70. Minute gab es am Feld die ersten Krämpfe - man konnte garnicht so viel Flüssigkeit und Magnesium zu sich nehmen, als man an diesem heißen Tag am Grün des Amstettner Stadions verlor. An der Einstellung der Murstädterinnen lag es nicht, dass man weiterhin auf den ersten Cuptitel der Vereinsgeschichte warten muss. Der Defensivverbund der St. Pöltnerinnen verteidigte jede Chance, die sich bot. So musste man sich am Ende mit 0:2 geschlagen geben. In der kommenden Saison bietet sich die nächste Chance, um einen Titel nach Graz zu holen.
Stimme zum Spiel:
Sportliche Leiter Mario Karner: „Die Enttäuschung nach der Niederlage ist extrem groß. Die Mädels haben alles reingeworfen, aber es hat heute leider nicht gereicht. Die sechs Ausfälle, die wir zu verkraften hatten, wogen alles in allem zu schwer. Vor allem die beiden kurzfristigen Ausfälle des Mittelfeldduos Maierhofer - Alidou-D’Anjou brachten uns wenige Tage vor dem Finale aus dem Konzept. In Verbindung mit den tropischen Temperaturen war es uns in der zweiten Halbzeit leider nicht mehr möglich, die Partie zu drehen. Wir werden weiterhin hart an uns arbeiten und in der nächsten Saison voll angreifen!“
Facts:
SK Sturm Graz Damen 0:2 (0:2) spusu SKN St. Pölten Frauen
SK Sturm Graz Damen: El Sherif; Großgasteiger, Magerl, Malle, Tragl; Keutz (85. Weiß), Schiemel (46. Reichmann), Schasching, Croatto (91. Lukic); Wirnsberger (72. Greimelmaier), Glibo
Tore: 0:1 Brunnthaler (42.), 0:2 Hickelsberger-Füller (45+5)
Gelbe Karten: Tragl; Meyer
Schiedsrichterin: Olivia Tschon
Ertl Glas Stadion, 300 Zuschauer
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