Ein Mann mit Trainingsanzug geht an einem Bus vorbei.
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Im Geburtstalk: Albert Vallci wird 31

Albert Vallci feiert heute seinen 31. Geburtstag. Im Interview spricht der gebürtige Voitsberger über die intensive Vorbereitung, den frühen Champions-League-Quali-Auftakt gegen Heart of Midlothian und seine ganz persönliche Sturm-Geschichte.

Albert, zuerst einmal: Alles Gute zum 31. Geburtstag! Wie verbringst du deinen Ehrentag hier im Trainingslager in Irdning?

Danke! Zuerst würde ich gerne die Turnierform im Training gewinnen. Danach lassen wir den Nachmittag ganz entspannt ausklingen – so, wie man das im Trainingslager eben macht: ein bisschen regenerieren, Kartenspielen und Zeit mit den Jungs verbringen.

Die Vorbereitung läuft mittlerweile seit guten zwei Wochen, ihr seid aktuell in Irdning im Trainingslager – wie intensiv sind diese Tage für euch als Mannschaft?

Die Vorbereitung läuft sehr gut. Jeder zieht voll mit, es entsteht eine richtig gute Einheit und alle versuchen, das Maximum herauszuholen. Natürlich ist es sehr intensiv, aber genau das braucht es, um später eine erfolgreiche Saison spielen zu können. Von daher macht es richtig Spaß.

Vorgestern stand der Test gegen LNZ Cherkasy auf dem Programm, vergangene Woche ging es gegen NŠ Mura, morgen wartet der FC Košice – wie fällt dein Fazit aus den ersten beiden Partien aus und was könnt ihr daraus für morgen mitnehmen?

Das Fazit ist für mich ganz klar: Man sieht, dass wir eine Mannschaft sind, die sich in erster Linie über Grundtugenden definieren muss – Laufbereitschaft, Intensität, den Gegner hoch anlaufen, Druck machen und viele Ballgewinne erzwingen. In den beiden Spielen hat man sehr gut gesehen, wie es funktionieren kann, aber auch, wie es nicht funktionieren darf. Das war hoffentlich für alle ein Weckruf, dass wir uns immer wieder auf diese Grundtugenden besinnen müssen. Genau daran arbeiten wir tagtäglich, weil uns das erfolgreich macht. Aus den ersten beiden Testspielen konnten wir deshalb sehr viel mitnehmen.

Am 21. Juli geht es in der zweiten Runde der Champions-League-Qualifikation bereits gegen Heart of Midlothian los – wie groß ist die Vorfreude auf diesen frühen internationalen Auftakt?

Dass es am 21. Juli gleich mit so einem wichtigen Spiel losgeht, ist natürlich top. Der Fokus ist vom ersten Tag an auf diese Partie gerichtet, weil wir wissen, was das für eine Chance ist – für uns, für die Fans und für den gesamten Verein. International zu spielen ist immer etwas Besonderes. Deshalb arbeiten wir jeden Tag hart, um top vorbereitet in dieses Spiel zu gehen und die Runde zu überstehen.

Ein Mann geht auf dem rasen und trägt ein rosa Überziehleibchen.
In der Vorbereitung soll der Grundstein für die neue Saison gelegt werden. © SK Sturm

Mit deinem Wechsel zu Sturm hat sich für dich auch ein Kreis geschlossen: Du kommst aus der Steiermark, warst als Kind Sturm-Fan und wolltest schon früh einmal für diesen Verein spielen. Wie besonders ist es für dich nach wie vor, dieses Trikot zu tragen?

Mein Wechsel zu Sturm war natürlich etwas ganz Besonderes – auch wegen der Vorgeschichte. Das hat schon begonnen, als ich noch ein kleiner Bub war. Dass es jetzt so gekommen ist und sich dieser Kreis geschlossen hat, ist für mich persönlich sehr speziell. Gleichzeitig ist das im Alltag nicht mehr ständig so präsent, weil ich mich voll auf das Hier und Jetzt konzentriere: auf meine Aufgaben, auf das, was von mir verlangt wird, und darauf, mit dem Verein maximal erfolgreich zu sein.

Du bist mit 31 Jahren einer der erfahrenen Spieler im Kader. Wie siehst du deine Rolle innerhalb der Mannschaft – auf und abseits des Platzes?

Dass ich mit 31 schon zu den Älteren gehöre, ist ein bisschen komisch für mich – aber Spaß beiseite: Natürlich will ich Verantwortung übernehmen. In erster Linie auf dem Platz, mit konstanten Leistungen und indem ich mit gutem Beispiel vorangehe. Ich bin ein Spielertyp, der immer 100 Prozent gibt, sehr ehrgeizig ist und versucht, immer das Maximum herauszuholen. Auch neben dem Platz will ich für die Jungs da sein und ein offenes Ohr haben. Ich weiß, dass es nicht immer leicht ist, wenn man zu einem neuen Verein oder in ein neues Land kommt, eine andere Kultur kennenlernt und vielleicht auch noch sehr jung ist. Deshalb versuche ich bewusst, auf Spieler zuzugehen, sie gut zu integrieren und ihnen von Beginn an ein gutes Gefühl zu geben.

Wenn du an die kommende Saison denkst: Was muss Sturm wieder auszeichnen, damit ihr national und international erfolgreich seid?

Für mich ist ganz klar: Sturm muss sich über Leidenschaft, Energie und Arbeit definieren. Dieser Verein hat sich immer über seine Tugenden ausgezeichnet, und genau das ist auch für unsere Fans extrem wichtig. Wir müssen als Mannschaft und jeder Einzelne realisieren, dass es nur über das Kollektiv funktioniert. Wir wollen unangenehm sein, vor allem zuhause so viele Spiele wie möglich gewinnen und unseren Fans möglichst viele Heimsiege schenken. Es geht darum, jeden Sturm-Fan mitzunehmen, vielleicht auch wieder eine Euphorie auszulösen und zu zeigen: Diese Mannschaft gibt alles für den Verein. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass wir erfolgreich sein werden.

Zum Abschluss: Was wünschst du dir für dein neues Lebensjahr – sportlich, aber auch privat?

Sportlich wünsche ich mir auf jeden Fall eine möglichst erfolgreiche Saison mit Sturm Graz. Privat wünsche ich mir vor allem Gesundheit, dass ich so lange wie möglich fit bleibe und eine verletzungsfreie Saison spielen kann.

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