Jon Gorenc Stanković feiert heute ein besonderes Jubiläum – seinen 30. Geburtstag. Sturms Nummer vier trägt nun bereits die 6. Saison in Folge das schwarz-weiße Trikot und hat mit den Grazern noch viel vor.
Jon, du spielst deine sechste Saison für Schwarz-Weiß – man kann sich die Sturm-Mannschaft ohne dich fast nicht mehr vorstellen: Wieso passt es so gut zwischen dir, dem Verein und der Stadt?
Ich glaube, es ist diese klare Haltung, die wir alle teilen. Sturm steht für harte Arbeit, Bodenständigkeit und Zusammenhalt – und genau so ticke ich auch. Graz ist keine Stadt der großen Worte, sondern der Taten, und das spürt man im Verein genauso wie im Alltag. Ich fühle mich hier einfach zuhause, sportlich wie privat.
Du bist der Dauerläufer in der Mannschaft und – abgesehen von deiner Armverletzung im Herbst 2024 – fast immer verfügbar. Was ist dein Geheimnis, dass du gefühlt immer fit und einsatzfähig bist?
Ein großes Geheimnis gibt’s nicht. Es ist eine Mischung aus Disziplin, gutem Körpergefühl und einem starken Team rundherum. Regeneration, Ernährung und ehrliches Arbeiten im Training sind extrem wichtig. Und klar: Ein bisschen Glück gehört auch dazu – die Armverletzung im Herbst 2024 hat gezeigt, dass es jeden treffen kann.
Du bist inzwischen einer der absoluten Identifikationsspieler bei Sturm. Welche Bedeutung hat diese Rolle für dich persönlich – und spürst du auch Verantwortung gegenüber jungen Spielern?
Sehr viel. Ich bin jetzt schon lange hier und weiß, was es heißt, das Sturm-Trikot zu tragen. Wenn junge Spieler zu uns kommen, versuche ich, ihnen das vorzuleben – nicht mit großen Reden, sondern im täglichen Umgang, im Training und am Platz. Verantwortung zu übernehmen gehört für mich ganz selbstverständlich dazu.
2026 startet ihr mit einem neuen Trainer und einem veränderten Trainerteam. Ihr habt die letzten Tage gemeinsam in Marbella verbracht – worauf lag der Fokus?
Es ging vor allem darum, als Gruppe zusammenzuwachsen und die neuen Ideen aufzunehmen. Viel Arbeit an Details, klare Abläufe, aber auch Zeit füreinander abseits des Platzes. Solche Tage sind wichtig, um ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und eine gute Basis für das Frühjahr zu legen.
Der Herbst war eine Phase mit Höhen und Tiefen. Du bist ohne Zweifel einer der Führungsspieler im Team – was nehmt ihr euch für das Frühjahr vor?
Konstanz. Wir wissen, dass wir unser Niveau abrufen können, müssen es aber noch öfter über 90 Minuten zeigen. Ziel ist es, stabil zu bleiben, mutig und als Mannschaft geschlossen aufzutreten – egal, ob es gerade läuft oder nicht.
Graz abseits des Fußballs: Was magst du an der Stadt am meisten – hast du Lieblingsorte oder feste Rituale im Alltag?
Ich mag die Überschaubarkeit der Stadt, Spaziergänge an der Mur mit der Familie und Leo, Kaffee trinken, kochen, Basketball schauen – das hilft mir, den Kopf freizubekommen. Ich habe meine Routinen und genau das gibt mir viel Ruhe.
Zum Schluss: Wie lauten deine Geburtstagswünsche?
Gesund bleiben, erfolgreich mit der Mannschaft sein und weiterhin die Freude am Fußball spüren. Und natürlich wünsche ich mir, dass wir unseren Fans noch viele schöne Momente schenken können.