Der SK Sturm Graz musste sich am vierten Spieltag der UEFA Europa League-Ligaphase dem slowenischen Meister NK Celje mit 2:3 geschlagen geben. Trotz spielerischer Überlegenheit und zahlreicher Offensivaktionen reichte ein Doppelpack von Oumar Diakité nicht für einen Punktgewinn.
Turbulente erste Hälfte in Liebenau
Die Schwarz-Weißen starteten engagiert in die Begegnung und übernahmen von Beginn an das Kommando. Bereits in der Anfangsphase sorgten die Grazer mehrfach für Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse. Zunächst kam Jon Gorenc Stanković nach einer Kombination über Simon Seidl und Oumar Diakité zum Abschluss, wenig später setzte Diakité einen Kopfball knapp am langen Eck vorbei. Auch in weiterer Folge blieb Sturm die aktivere Mannschaft, ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und suchte immer wieder den Weg in den Strafraum. Die Gäste aus Slowenien konzentrierten sich hingegen auf eine kompakte Defensive und schnelle Gegenangriffe. Ausgerechnet in einer Phase, in der die Schwoazn das Spielgeschehen klar bestimmten, gingen die Gäste in Führung. Nach einer unglücklichen Aktion in der Grazer Hintermannschaft tauchte Svit Seslar frei vor Ammar Helac auf und stellte in der 29. Minute auf 0:1. Die Schwarz-Weißen ließen sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen und drängten auf den Ausgleich. In der 40. Minute belohnten sich die Grazer schließlich doch: Nach einer Hereingabe von Paul Koller und Abstimmungsproblemen in der Celje-Defensive landete der Ball bei Oumar Diakité, der aus kurzer Distanz zum verdienten 1:1 unter die Latte traf. Doch noch vor dem Pausenpfiff folgte der nächste Rückschlag. Benjamin Verbič setzte sich in der Nachspielzeit durch und brachte die Slowenen mit einem sehenswerten Abschluss erneut in Front.
Doppelpack von Diakité reicht nicht
Auch nach dem Seitenwechsel waren die Schwarz-Weißen um eine schnelle Antwort bemüht. Nachdem ein vermeintlicher Treffer der Gäste aufgrund eines Foulspiels keine Anerkennung gefunden hatte, boten sich Sturm gleich zwei hervorragende Möglichkeiten auf den Ausgleich. Beide Male war es Oumar Diakité, der nach Vorarbeit von Simon Seidl zum Abschluss kam, das gegnerische Tor jedoch jeweils knapp verfehlte. Die Grazer blieben spielbestimmend und verlagerten das Geschehen zunehmend in die Hälfte der Slowenen, fanden gegen die dicht gestaffelte Defensive aber nur selten die entscheidende Lücke. In der 73. Minute folgte schließlich der nächste bittere Nackenschlag. Nach einem schnellen Gegenstoß konnte Helac einen Abschluss von Kramer zunächst abwehren, beim Nachschuss von Seslar war der Grazer Schlussmann allerdings machtlos. Mit dem 1:3 standen die Schwarz-Weißen vor einer schwierigen Schlussphase, gaben sich aber keineswegs geschlagen. Simon Seidl verfehlte das lange Eck mit einem direkt getretenen Freistoß nur um Haaresbreite, während Sturm weiterhin alles nach vorne warf. In der Nachspielzeit keimte schließlich noch einmal Hoffnung auf: Nach einer Hereingabe von Mamageishvili war Diakité erneut zur Stelle und verkürzte mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 2:3. Für den erhofften Ausgleich reichte die verbleibende Zeit allerdings nicht mehr. So mussten sich die Schwarz-Weißen trotz großem Aufwand und zahlreicher Offensivaktionen am Ende geschlagen geben. Nach vier Spielen stehen damit weiterhin vier Punkte auf dem Konto der Grazer.
SK Sturm Graz 2:3 (1:2) NK Celje
SK Sturm Graz:
Helac - Koller - Quarshie - Malic (74. Beganović) - Balbo - Weinhandl - Gorenc Stanković - Heil - Matoshi (58. Hödl) - Diakité - Seidl (86. Mamageishvili)
NK Celje:
Leban - Sirvys - Bejger - Tutyskinas - Avdyli - Seslar - Daniel (58. Zuzek) - Zabukovnik - Tusha (66. Kramer) - Kucys (78. Hrka) - Verbic (58. Kvesic)
Tore: Diakité (40., 90.+2) bzw. Seslar (29., 73.), Verbic (45.)
Gelbe Karten: Diakité bzw. Tutyskinas
Stadion Graz-Liebenau, 12.977 Zuschauer:innen