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Auf Dämpfer folgte spontane Party

Nach dem 1:1 gegen Hartberg – vor den Augen eines 102-jährigen Fans – war die Stimmung in der Arena nicht gerade am Siedepunkt, nach dem Rapid-Match hingegen schon. Da wurden einige Feiern nachgeholt.

102-jähriger Ehrengast auf der Tribüne

Bereits vor einem Jahr beehrte Christian Theussl den SK Sturm Graz mit seinem Besuch im Stadion. „Es war am Muttertag, wir haben 4:1 gegen Klagenfurt gewonnen“, erinnert sich Theussl genau. Das besondere daran: Theussl war damals bereits flotte 101 Jahre alte. Und er hat gemeint: „Ich komme gerne wieder, um meinen Lieblingsverein anzufeuern.“ Gegen Hartberg war es wieder soweit. Christian Theussl, mittlerweile im 103. Lebensjahr, kam in alter Frische, gekleidet in Sturm-Shirt und mit Sturmschal um, begleitet von Heimleiterin Jasmin Behr vom Volkshilfe-Seniorenheim in Wagna und unterstützt von deren Gatten Thomas in die Merkur Arena. Gut gelaunt bat der langjährige Sportfunktionär und Ehrenbürger von Wagna um Fotos mit den Sturm-Stars. Christian Ilzer, Szymon Włodarczyk oder Andi Schicker stellten sich gerne zur Verfügung. Die beiden jetzt noch ausstehenden Spiele wird Christian Theussl dann wieder wie gewohnt im Seniorenheim im Fernsehen verfolgen. Alles Gute, Herr Theussl, bis zum nächsten Match in Liebenau!

Fans in später Feierlaune

Das Objekt der Begierde im GRAWE 1909 VIP Klub des SK Sturm war vor dem Match gegen Hartberg der Original-ÖFB-Cuppokal, der ebendort ausgestellt war – und für unzählige Fotos mit Fans in Jubelpose herhalten musste. Selbst Landeshauptmannstellvertreter Anton Lang, Unternehmer Herbert Ritter oder Sturm-Vorstand Jörg Siegel (am Titelbild) ließen es sich nicht nehmen, mit dem eben gewonnenen „Häf’n“ zu posieren. Nach dem Abpfiff war dann alles anders. Nicht gerade in Hochstimmung verließen die vielen Fans nach dem Remis gegen die Oststeirer die Arena, weil so ziemlich jeder darauf eingestellt waren, dass Red Bull Salzburg wieder aufrückt. Dank Rapid ist das bekanntlich nicht der Fall, weshalb jene Matchbesucher, die nach Spielende in Wien rund ums Liebenauer Stadion noch bei der „Nachbesprechung“ weilten, den feinen Vorsprung von vier Punkten spontan feierten. Und dann gab es nicht wenige, die, bereits daheim, sich Abends noch einmal zusammenfanden, um den bereits verloren geglaubten Punktepolster nachzufeiern.

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