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Andi Schickers Herbst-Bilanz

Der persönliche Rückblick des Geschäftsführers Sport inklusive aller Highlights und Tiefpunkte. Zehn Fragen an Andreas Schicker, den Geschäftsführer Sport des SK Puntigamer Sturm Graz, nach Abschluss der Herbstsaison 2021.

Wie Andi Schicker das Spieljahr im Rückblick sieht, worauf er stolz ist, aber auch der bitterste Moment darf nicht fehlen. Unser GF Sport gibt offen, unverblümt und symphatisch wie er eben ist, Antwort auf die zehn Fragen. Los geht’s:

Andi, wie dringend nötig sind jetzt ein paar freie Tage nach dem doch anstrengenden Herbst? Wird relaxed oder gesportelt?

Es war eine extrem intensive Zeit. Wenn das Team frei hatte, musste ich stets andere Sachen aufarbeiten. Ich hoffe, dass ich mir zwischen Weihnachten und Neujahr ein paar Tage freischaufeln kann. Geplant habe ich nichts, aber allein das Handy ausschalten, runterkommen und ein Schitag mit der Freundin wäre schön.

Wie gut hat der schwarz-weißen Seele der versöhnliche Herbstabschluss mit einem Remis gegen Monaco, dem Sieg in Klagenfurt und damit Rang zwei in der Winterpause getan?

Das war natürlich wichtig, denn diese letzten Ergebnisse bleiben über den Winter im Kopf. Jetzt kommen zwei Monate ohne Meisterschaftsspiel, da schaut man schon gerne auf die Tabelle und es ist ein gutes Gefühl, so in die Pause zu gehen.

Dein Highlight im Herbst aus sportlicher Sicht?

Das war allein der Einzug in die Europa League, ich durfte hautnah miterleben was das bedeutet für den Verein, für die Fans. Und natürlich war da der eine oder andere Sieg in der Meisterschaft, etwa das 3:0 bei Rapid. Das Positivste war aber, dass der Verein und die Fans in der schwierigen Zeit im Herbst voll hinter uns gestanden sind und uns weiter unterstützt haben. Die Fans haben nie gepfiffen.

Andi Schicker ist mit dem Trainerteam stets auf Ballhöhe.
Auch Corona beutelte Sturm durch.
Das Geschäftsführer-Duo Andi Schicker und Thomas Tebbich.

Der Tiefpunkt in der abgelaufenen Saison?

Zweifellos das Aus im Cup gegen Ried. Sturm misst diesem Bewerb große Bedeutung, und da bereits in Runde zwei daheim mit 1:2 gegen Ried rauszufliegen, ist bitter. Aber wir haben es an diesem Tag einfach nicht geschafft, mit unserer Leistung ans Limit zu gehen.

Nach doch durchwachsenen Wochen, in denen mehr drinnen hätte sein können, wie zufrieden bist du nach 18 Mal Meisterschaft, 2 Mal Cup und acht internationalen Spielen?

Mir war stets bewusst, dass es nach einer sehr, sehr guten Startphase schwer werden wird. Es war klar, dass es nicht immer nur bergauf geht. Wichtig war, die Ruhe zu bewahren und das Vertrauen in die Mannschaft aufrecht zu erhalten. Mit unseren internationalen Auftritten bin ich zufrieden, auch wenn wir nur zwei Punkte geholt haben.

Wird es zu Luca Kronberger von der Admira noch weitere Verstärkungen geben im Winter?

Die Verpflichtung von Luca ist seit dieser Woche fix, an der Verstärkung des Kaders wird stets gearbeitet. Man darf aber auch nicht vergessen, dass mehrere bisher verletzte Spieler wieder zurück kommen.

Und: Bleiben alle Kicker? Das Interesse beispielsweise an Kelvin Yeboah ist ja kaum wegzuleugnen.

Nach dem aktuellen Stand gibt es kein einziges offizielles Angebot. Unser Ziel ist es ganz klar, mit dem aktuellen Team in das Frühjahr 2022 zu gehen.

Ist die Teilnahme an einen internationalen Bewerb in der Saison 2022/23 aus sportlicher Sicht Pflicht, ein Muss?

Es darf nie ein Muss sein, das wäre die falsche Denkweise. Denken wir zurück, wo wir gestartet sind. Also: Ein Muss ist die Teilnahme an einem internationalen Bewerb für Sturm nicht.

Chris Ilzer, Christian Jauk und Andi Schicker, ein sportlich erfolgreiches Trio.
Chris Ilzer, Christian Jauk und Andi Schicker, ein sportlich erfolgreiches Trio.

Die Schere zwischen Salzburg und dem Rest der Liga scheint größer zu werden. Wie geht man damit um?

Der Riesensprung zu den anderen Mannschaften ist nicht wegzuleugnen. Salzburg hat andere Möglichkeiten, hat aber auch überragend gearbeitet, dass muss man akzeptieren. Deshalb muss das Motto lauten, “to be the best of the rest“.

Deine Wünsche für das Frühjahr 2022?

In Zeiten wie diesen vor allen mannschaftlich gesund bleiben, vor Corona verschont bleiben, so wenig Verletzungen wie möglich haben. Ich möchte weiterhin so gern in die Arbeit gehen wie bisher und auch weiter so gut mit dem Team, den Trainern und den Mitarbeitern im Büro zusammenarbeiten. Privat würde ich mich über ein bisschen mehr Zeit für die Familie freuen.

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