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3:2 Erfolg gegen den Wolfsberger AC

Der SK Puntigamer Sturm Graz kann eine der längsten Heim-Unserien der schwarz-weißen Geschichte beenden und schlägt den WAC vor 10.825 Zuschauer:innen verdient mit 3:2. Die Steirer drehten die Partie nach einem 0:1 Pausenrückstand innerhalb von sechs (!) Minuten in eine 3:1 Führung.

Albian Ajeti erzielte seinen zweiten Treffer für die Schwarz-Weißen. © GEPA Pictures

Verhaltene erste Halbzeit, unglücklicher Rückstand

Es ist mittlerweile fast zur Gewohnheit geworden, dass der SK Sturm in dieser Saison nach einem Europacup Spiel das darauffolgende Bundesligaspiel gewinnt. Vier von fünf Spielen lief es nämlich genau so. Am Sonntagnachmittag kam mit dem Wolfsberger AC ein Team in die Merkur Arena nach Graz, dass die letzten sieben (!) Gastspiele in der Murstadt gewann. Dieser Serie wollte das Team von Cheftrainer Christian Ilzer ein Ende setzen, die Form dazu stimmte. So wirklich wollte in der Anfangsphase keines der beiden Teams ihr Heil in der Offensive suchen, Torchancen waren Mangelware. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Steirer etwas besser in die Partie, ohne jedoch die große Torgefahr auszustrahlen. Das erste Mal gefährlich wurden die Gäste aus dem Lavanttal, als Kerschbaumer einen Pass auf Baribo durchstecken wollte. Gazibegovic konnte den Ball jedoch klären. Aus seinem Klärungsversuch wurde dann aber ein Zuspiel auf Baribo, der Jörg Siebenhandl überwand und zum 1:0 vollendete (25.). Beinahe folgte die ganz schnelle Antwort der Hausherren durch Horvat, sein Abschluss wurde jedoch im letzten Moment geklärt. Weitere Topchancen waren in einem mauen ersten Spielabschnitt Mangelware.

Unglaublicher Beginn in Halbzeit zwei

Cheftrainer Christian Ilzer wechselte zur Pause und brachte Otar Kiteishvili und Alexander Prass ein. Die taktischen Anpassungen und die Wechsel sollten die Weichen auf Sieg stellen, dass das jedoch so schnell der Fall sein sollte, dachten sich nicht einmal die kühnsten Optimisten. In der 49. Minute legte Wüthrich per Kopf nach einem Eckball auf Kiteishvili quer und die Rückennummer 10 vollendete aus kürzester Distanz zum 1:1 Ausgleich. Nur zwei Minuten später fand eine Bøving Flanke den nach einem Eckball noch immer aufgerückten Alexandar Borkovic und dieser köpfte aus rund fünf Metern Entfernung zur 2:1 Führung ein (51.). Die 10.825 Zuschauer:innen im Stadion hatten sich nach den beiden Treffern noch nicht hingesetzt, da klingelte es schon wieder. David Schnegg spielte einen guten Ball auf Albian Ajeti und dieser grätschte das Spielgerät in der 54. Minute zum 3:1 über die Linie. Nach den sechs Minuten des schwarz-weißen Offensivwahnsinns kehrte in der Folge etwas Ruhe ein, die Steirer mussten nicht zwingend weiterhin spielerisch glänzen und der WAC konnte es in dieser Phase nicht. In der 70. Minute kam Emegha aus spitzem Winkel zum Abschluss, seinen Schuss konnte Torhüter Bonmann jedoch ohne Probleme halten. Die Schlussphase glich jener gegen die WSG Tirol am vergangenen Wochenende. Sturm hatte einige Konterchancen, jedoch konnten diese Gelegenheiten nicht genutzt werden, da sie jedes Mal zu kompliziert gespielt wurden (83.), (89.), (90.). Dazwischen klärte Emanuel Emegha nach einer WAC Ecke auf der Linie (86.). Das 3:2 fiel kurios. Nach einem Abstoß spielte Ljubic einen viel zu kurzen Pass zurück auf Siebenhandl, dieser wollte noch klären, rutschte jedoch aus. Nutznießer war Thorsten Röcher, der den Ball zum 3:2 über die Linie beförderte. Am Ende steht in Cheftrainer Christian Ilzers 100. Spiel auf der schwarz-weißen Trainerbank ein 3:2 Sieg und das Beenden einer sieben Spiele langen Unserie gegen den Wolfsberger AC zu Buche. In der kommenden Woche geht es am Mittwoch mit dem Grazer Derby im ÖFB Cup weiter.

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer Christian Ilzer:
"Es ist wichtig, in so einer Phase die Ligaspiele zu gewinnen. Es war kein einfaches Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir nicht den Zugriff gehabt bzw. nicht verstanden, wie das Spiel zu lösen ist. Es war eine aggressive Mannschaft vom WAC, die jeden Ball von uns im Spielaufbau unter Druck gesetzt hat und deshalb hat sich ein Spiel auf den zweiten Ball entwickelt. Für das waren wir zu wenig energievoll und haben in der ersten Hälfte nicht den Zugang gefunden, um solche Situationen zu lösen. In der zweiten Halbzeit ist es uns umso besser gelungen und da haben wir bis zur absoluten Schlussphase sehr gut gespielt, wo wir noch zwei oder drei Tore hätten schießen müssen. Insgesamt hat mir die zweite Halbzeit sehr gut gefallen. Final haben wir gewonnen und das ist das absolut Positive."

Albian Ajeti: "Es war ein sehr umkämpftes Spiel, zwei komplett verschiedene Halbzeiten. Manchmal gibt es solche Spiele, so ist der Fußball. Wir wollten eine Reaktion zeigen in der zweiten Halbzeit und das ist gelungen. Schlussendlich haben wir verdient gewonnen."

SK PUNTIGAMER STURM GRAZ 3:2 (0:1) WOLFSBERGER AC

Aufstellung SK Puntigamer Sturm Graz:

Siebenhandl - Gazibegovic - Borkovic - Wüthrich - Schnegg - Horvat - Gorenc-Stankovic (83. Ljubic) - Hierländer (46. Prass) - Bøving (74. Jantscher) - Sarkaria (46. Kiteishvili) - Ajeti (67. Emegha)

Wolfsberger AC:

Bonmann - Anzolin - Schifferl - Piesinger (7. Veratschnig) - Baumgartner - Novak (79. Vergos) - Kerschbaumer (79. Taferner) - Leitgeb - Ballo (58. Omic) - Malone (58. Röcher) - Baribo

Tore: 0:1 Baribo (25.), 1:1 Kiteishvili (49.), 2:1 Borkovic (51.), 3:1 Ajeti (54.), 3:2 Röcher (90.)

Gelbe Karten: -; Novak, Ballo, Veratschnig,

Merkur Arena, 10.825 Zuschauer:innen

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