Starker Auftritt unserer „Zweier“ in Oberösterreich, Hertha Wels wurde durch drei tolle Tore mit 3:1 besiegt, dazu wurde sogar ein Elfer vergeben.
Die Mission
Mit einer klaren Mission reiste der SK Sturm Graz II zum Auswärtsmatch nach Oberösterreich, wo in der 12. Runde der Admiral 2. Liga Hertha Wels wartete. Die Mission hieß nach bisher fünf Spielen gegen die Hertha mit vier Niederlagen und einem Remis bei insgesamt nur einem erzielten Treffer der Grazer in diesen fünf Partien: der erste Sieg sollte her, der Abstand zu den in der Abstiegszone liegenden Welsern – der vor dem Anpfiff drei Punkte betrug – sollte vergrößert werden. Um das umzusetzen, mussten freilich Tore her. Entsprechend ambitioniert begannen die Gäste auch. Was in einer Dreifachchance in Minute 22 gipfelte. Aber sowohl Nnamdi, als auch Petritsch und Pernot scheiterten am starken Wels-Keeper Schröcker. Dann aber das verdiente 1:0 für Sturm II. Nnamdi brachte den Ball in Minute 29 ideal zur Mitte, Grgic düpierte die Wels-Abwehr im Stile eines eiskalten Profis und stellte auf 1:0 für den SK Sturm II. Vor dem Pausenpfiff gab es keine weiteren nennenswerten Möglichkeiten, so blieb es beim 1:0 aus Grazer Sicht.
Turbulente zweite Hälfte
Nach den Seitenwechsel drückte Sturm II weiter. Und mehr als verdient war es Kelechi Nmamdi, der seit Wochen in Hochform agiert, auf der rechten Außenbahn für mächtig Dampf sorgt, der auf 2:0 erhöhte. In Minute 54 kam Nnamdi außerhalb des Strafraumes an den Ball, überspielte einen Welser und zirkelte das Spielgerät sehenswert ins Kreuzeck, 2:0 für Sturm. Womit Sturm II allein in diesem Spiel mehr Tore gegen Wels erzielte als in allen fünf Aufeinandertreffen davor. Die Freude über den Zweitorevorsprung währte allerdings nur kurz, Haudum sorgte nur knapp zwei Minuten später für den Anschlusstreffer zum 1:2. In Minute 64 zückte Schiri Ebner die rote Karte, Wels-Verteidiger Tischler stoppte Lazarre im Strafraum regelwidrig. Rot für den Oberösterreicher, Elfer für Sturm. Diese Chance konnte Sturm-II-Topscorer Lang aber nicht nützen, er scheiterte am Aluminium, traf die linke Stange. In Überzahl erarbeiteten sich die Gäste weitere Möglichkeiten. Eine davon nutzte Gurmann, der einen Freistoß vom Sechzehnereck millimetergenau ins Kreuzeck zirkelte. Nach 82 Minuten führte Sturm II komfortabel und mit einem Mann mehr am Spielfeld mit 3:1 und brachte diese Führung auch über die Distanz. Somit hat Sturm II die „Mission Hertha“ erfüllt, sich aus der Abstiegszone abgesetzt und geht mit zwei Siegen in Serie in die Länderspielpause.
FC Hertha Wels 1:3 (0:1) SK Sturm Graz II
Aufstellung SK Sturm Graz II:
Lorenz –Nnamdi – Roche – Haider – Maierhofer – Gurmann (89. Wolf) – Petritsch (89. Löcker) – Pernot – Grgic (63. Peinhart) – Lazarre (89. Ploner) – Lang (80. Osayantin)
Hertha Wels:
Schröcker – Haudum – Tischler – Gobara – Brugger – Mankan (77. Zotz) – Wernitznig (69. Barlov) – Kregar (46. Freund) – Müller (547. Thurnwald) – Sahin – Svec (57. Drammeh)
Tore: 0:1 Mate Grgic (29.), 2:0 Nnamdi (54.), 1:2 Haudum (56.), 1:3 Gurmann (82.)
Gelbe Karten: Gobara, Wernitznig, Drammeh, Brugger, Haudum, Freund; Roche
Rote Karte: Tischler (64./Torraub)
Schiedsrichter: Stefan Ebner
EWW Stadion, 400 Zuschauer