Eine tapfer kämpfende Sturm-II-Mannschaft verliert durch einen Gegentreffer in der letzten Spielminute unglücklich mit 1:2 bei der Admira Wacker.
Spannende Ausgangslage
Die Ausgangslage vor dem Sonntagmatch der 27. Runde und viertletzten Runde der Admiral 2. Liga, das Admira Wacker und der SK Sturm Graz II in der Datenpolarena in der Südstadt bestreiten: Weil alle Spitzenklubs der Liga in dieser Runde Punkte liegen gelassen haben, roch die Admira wieder Titelchancen. Dafür musste ein Sieg gegen Sturm II her. Sturm II hingegen hätte nach dem 2:3 der Bregenzer daheim gegen Hertha Wels den Klassenerhalt klar machen können. Dafür musste ein Sieg gegen die Admira her.
Blitzstart der Admira
Vom Anpfiff weg machten die Hausherren klar, dass sie noch um den Titel mitmischen wollen. Schon in Minute drei stellte Josef Weberbauer nach Flanke von Felix Holzhacker freistehend volley auf 1:0 für die Admira. Die Sturm-II-Abwehr hatte auf den Niederösterreicher schlicht vergessen. Die Admira stürmte weiter. Im Mittelpunkt: Sturm-Keeper Elias Lorenz. Erst einmal, weil er einen Ball fallen ließ, die Admira diese Chance aber nicht nutzen kann. Diesen Fehler machte Lorenz aber mehrfach gut, machte eine Chance der Admira nach der anderen zunichte. Erst nach gut 30 Minuten kam Sturm II auf und wurde in Minute 42 für die Offensivbemühungen belohnt. Die Niederösterreicher leisteten sich einen groben Abwehrfehler, Goalie Jörg Siebenhandl und Verteidiger Stefan Haudum stießen zusammen, Sturm-Angreifer Jonas Peinhart brauchte die Kugel nur noch ins leere Tor zu schießen, 1:1, und auch gleich der Halbzeitstand.
Abwechslungsreiches Match
Nach dem Seitenwechsel war wieder die Admira am Drücker, erwischte den besseren Start und fand einige gute Möglichkeiten vor, die aber allesamt vom in Topform agierenden Grazer Keeper Lorenz entschärft werden konnten. Sturm II schaffte es dazwischen aber immer wieder Nadelstiche zu setzen, die großen Möglichkeiten blieben vorerst aber aus. Bis Thomas Gurmann in Minute 76 allein vor dem Admira-Gehäuse auftauchte, den Ball aber links vorbeischob. Glück für Sturm II in Minute 84: der eingewechselte Filip Ristanic nutzte ein Gestocher, drehte schon zum Jubel ab, Valentino Scharmer rettete aber auf der Torlinie. In der Schlussphase des Spiels drängte die Admira vehement, aber der Grazer Abwehrriegel hielt. Allerdings nur bis zur 93. Minute. Da stand Ristanic goldrichtig und traf per Drehschuss zum 2:1. Das war der Siegestreffer in der Schlussminute statt einer gerechten Punkteteilung in der Südstadt.
Drei weitere „Matchbälle“ für Sturm II
Sturm II hat aber drei weitere „Matchbälle“, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern, die Admira hingegen ist der Tabellenspitze durch ebenso späten wie glücklichen Sieg bereits bis auf drei Punkte nahe gerückt.
Admira Wacker 1:2 (1:1) SK Sturm Graz II
Aufstellung SK Sturm Graz II:
Lorenz – Bendra – Haider – Pirker – Grgic (72. Wolf) – Pernot – Scharmer – Löcker (63. Petritsch) – Lazarre (83. Afrifa) – Jastrzembski (63. Osayantin) – Peinhart
Aufstellung Admira Wacker:
Siebenhandl – Horvat – Haudum – Meisl (76. Ristanic) – Feiner (60. Alar) – Weberbauer – Wagner (60. Malicsek) – Gemicibasi – Holzhacker (70. Schwarz) – Forst (60. Olsa) – Schabauer
Tore: 1:0 Weberbauer (3.), 1:1 Peinhart (42.), Ristanic (90+3)
Gelbe Karten: Schwarz; Scharmer, Osayantin, Peinhart, Lorenz, Pirker
Schiedsrichter: Safak Barmaksiz
Datenpolarena, 1.075 Zuschauer