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Bittere Niederlage in Linz

Der SK Puntigamer Sturm Graz verlor gegen den LASK in der Raiffeisen Arena mit 3:1.

Die Partie gegen den LASK war eine Spitz-auf-Knopf Partie, mit dem besseren Ende für die Linzer. © GEPA Pictures

Unglücklicher erster Durchgang

Der SK Sturm startete – beinahe – perfekt in die Partie. Bereits nach 31 Sekunden zeigte Schiedsrichter Hameter auf den Elfmeterpunkt, Bryan Teixeira wurde regelwidrig zu Fall gebracht. Manprit Sarkaria schritt zum Punkt und scheiterte an Torhüter Lawal, den Rebound verwertete William Bøving zur vermeintlichen Führung. Nach eingängigem VAR-Studium erkannte das Schiedsrichtergespann folgerichtig den Treffer ab, da der dänische Angreifer zu früh in den Strafraum gelaufen war. In den Folgeminuten beruhigte sich das Geschehen auf dem Rasen. In der 17. Minute war es Robert Zulj, der aus der Drehung schoss – sein Abschluss stellte aber keinerlei Probleme für Scherpen dar. In der 34. Minute hatte Schwarz-Weiß eine gute Freistoßposition, doch Manprit Sarkaria schoss einen guten halben Meter drüber. In der 36. Minute traf dann jedoch der LASK. Die Grazer Hintermannschaft bekam einen Ball nur ungenügend geklärt, Zulj legte auf Usor ab und dieser traf von der Strafraumgrenze zur Führung. Zum Ende hin überschlugen sich die Ereignisse. Amadou Dante traf bei einer Klärungsaktion Stojkovic, der zu Boden ging. Schiedsrichter Hameter entschied auf Elfmeter. Den Strafstoß hielt Torhüter Scherpen stark, doch nur eine Minute später war es Stojkovic, der nach einer Zulj-Kopfballverlängerung zum 2:0 traf, so ging es in die Pause.

Verbesserung in Halbzeit zwei, spätes K.o.

Für den zweiten Durchgang hatte sich das Team von Cheftrainer Christian Ilzer viel vorgenommen. In der 48. Minute wurde ein vermeintliches Foulspiel an Jon Gorenc-Stankovic überprüft, doch nach eingängigem VAR-Studium entschied das Schiedsrichtergespann auf weiterspielen, eine strittige Entscheidung. In der 60. Minute kamen die Grazer Schwarz-Weißen noch einmal heran, Derby-Siegtorschütze Bryan Teixeira tankte sich auf der rechten Seite stark durch und legte zurück auf den zur Pause eingewechselten Szymon Włodarczyk. Der Abschluss des polnischen Angreifers wurde noch leicht abgefälscht und war so unhaltbar für Lawal. In der Folge blieben hüben wie drüben die großen Torchancen aus, Jusuf Gazibegovic und Mo Fuseini versuchten es jeweils von der Strafraumgrenze, verzogen aber beide. In der absoluten Schlussphase warfen die Steirer noch einmal alles nach vorne, ohne die zwingende Chance auf den Ausgleich herauszuspielen. So waren es die Hausherren, die vor über 15.000 Zuschauer:innen zu guten Kontergelegenheiten kamen. Zwei Mal rettete Scherpen, in der 91. Minute konnte aber auch er das 3:1 durch Zulj nicht verhindern. Wenig später war die Partie zu Ende und es stand die zweite Saisonniederlage der ADMIRAL Bundesliga zu Buche. Am kommenden Donnerstag steht das Gastspiel in der UEFA Europa League-Gruppenphase bei Atalanta Bergamo auf dem Programm, ehe man drei Tage später beim SK Austria Klagenfurt zurück auf die nationale Siegerstraße kommen möchte.

Stimme zum Spiel:

Cheftrainer Christian Ilzer:
"Es war viel drinnen in diesem Spiel. Es war ein richtiger Fight zwischen zwei Spitzenmannschaften. Wir haben in den zehn Minuten vor der Pause die Partie hergeschenkt, was absolut nicht nötig gewesen wäre. Der LASK war sehr, sehr präsent und bei den zwei Freistößen, die in unser geflogen sind, waren sie viel energischer in diesen Situationen und wir zu wenig konsequent im Verteidigen. Da mussten wir die beiden Gegentore hinnehmen. In der Pause hat man eine gute Dynamik erkannt in der Kabine, wo die Probleme in diesem Spiel richtig angesprochen wurden. Ich war schon zufrieden, wie die Mannschaft reagiert hat und wir waren in der Lage, diese Partie zu drehen, was uns aber leider nicht gelang. Es gilt jetzt, in einer schwierigeren Phase die richtigen Schlüsse zu ziehen, klar und frei zu bleiben im Kopf und uns so zu rüsten, damit wir ab der donnerstägigen Partie in Bergamo die Präsenz und Energie auf den Platz bringen, die notwendig sein wird. Wir richten unseren Blick nach vorne."

LASK 3:1 (2:0) SK PUNTIGAMER STURM GRAZ

Aufstellung LASK:

Lawal - Ziereis - Andrade - Talovierov - Stojkovic (75. Flecker) - Ljubic (82. Michorl) - Horvath - Bello - Mustapha (74. Balic) - Usor (93. Pintor) - Zulj

Aufstellung SK Puntigamer Sturm Graz:

Scherpen - Gazibegovic - Affengruber - Wüthrich - Dante (46. Horvat) - Serrano (64. Hierländer) - Gorenc-Stankovic - Prass (78. Fuseini) - Sarkaria (46. Włodarczyk) - Bøving (64. Johnston)

Tore: 1:0 Usor (36.), 2:0 Stojkovic (45+1), 2:1 Włodarczyk (60.), 3:1 Zulj (91.)

Gelbe Karten: Bello, Zulj, Horvath, Stojkovic, Mustapha; Prass, Teixeira, Johnston

Raiffeisen Arena, 15.000 Zuschauer:innen

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