Sechs Gründe, die jede Diskussion in Graz beenden sollten
Graz hat zwei Bundesligavereine, eine Mannschaft, die in den vergangenen vier Jahren zweimal Meister wurde und in der Champions League gespielt hat – und ein Stadion, das fast 30 Jahre alt ist. Diese Lücke zwischen sportlichem Anspruch und baulicher Realität lässt sich kaum mehr wegdiskutieren. Der SK Sturm ist in den vergangenen Jahren sportlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich stark gewachsen. Die Infrastruktur ist mit dieser Entwicklung jedoch nicht im selben Tempo mitgegangen. Die folgenden sechs Argumente zeigen, warum ein modernes Heimstadion für den SK Sturm kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit ist.
1. Der Stillstand kostet Millionen – dem Verein und der Stadt
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Die Stadiondebatte in Graz zieht sich seit Jahrzehnten – mit wachsendem Schaden für Verein, Stadt und Region. Die Stadt schreibt mit dem Stadion jedes Jahr Verluste in Millionenhöhe. Eine nachhaltige Lösung, etwa durch eine klare Übernahme- oder Betreibermodell-Frage, könnte auch die angespannte Budgetsituation der Stadt entlasten. Unabhängig davon, wie die konkrete Finanzierungs- und Eigentumsfrage am Ende gelöst wird: Der gemeinsame Nenner aller bisherigen Stimmen aus Verein, Stadt und Land ist, dass eine moderne Lösung überfällig ist.
2. Sturm kostet kein Geld, Sturm zahlt in die Stadtkasse ein
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Der Verein wird in der politischen Debatte immer wieder als Kostenfaktor dargestellt. Die Zahlen zeigen jedoch das Gegenteil: Die regionale Wertschöpfung durch Sturm beträgt rund 45 Millionen Euro pro Jahr. Damit ist Sturm Graz nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich extrem relevant für die Region. Erhebungen zeigen zusätzlich, dass der Verein rund 500 Arbeitsplätze sichert und jährlich über 20 Millionen Euro an Steuern und Abgaben leistet. Die Umsätze pro Heimspiel könnten mit moderner Infrastruktur noch höher sein. Das heißt im Klartext: Ein veraltetes Stadion bremst Einnahmen, die längst erzielbar wären. Die Erlöse pro Heimspiel ließen sich mit einer modernen Stadioninfrastruktur deutlich steigern. Eine veraltete Arena begrenzt somit Einnahmepotenziale, die unter zeitgemäßen Bedingungen bereits realisierbar wären.
3. Eine Eventarena Liebenau wäre eine Goldgrube für die Stadt
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Sturm prägt das Lebensgefühl der Stadt. Das zeigen volle Tribünen, die enorme Mitgliederzahl oder die hohe Nachfrage nach Tickets. Der Klub macht Graz lebenswerter. Ein Stadion ist nicht nur eine Sportstätte, sondern ein Ort der Identifikation, der Begegnung und der gemeinsamen Emotion. Hier entstehen Erinnerungen, hier kommen Generationen zusammen, hier wird ein Stück Stadtgefühl sichtbar. Gleichzeitig kann ein modernes Stadion weit über den Fußball hinaus Bedeutung für die Stadt haben: als Veranstaltungsort für Konzerte, Kulturformate, Firmen-Events oder andere gesellschaftliche Begegnungen. Damit könnte ein zeitgemäßes Stadion auch abseits der Spieltage zu einem lebendigen Kultur- und Veranstaltungsort für Graz werden
4. Ohne Stadion kein internationaler Fußball – NIE MEHR KLAGENFURT!
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Ein Verein, der sich für Europa qualifiziert, muss seine großen Abende auch zu Hause austragen können. Genau das ist Sturm zuletzt nicht immer gelungen: Champions-League-Heimspiele mussten nach Klagenfurt verlegt werden, weil die Infrastruktur in Graz nicht ausreichte. Die Auftritte in der Königsklasse brachten Kärntens Landeshauptstadt eine zusätzliche Wertschöpfung von mehr als acht Millionen Euro. Auch danach stand der Verein erneut vor der Herausforderung, den UEFA-Stadionstatus abzusichern, und musste gemeinsam mit der Stadionverwaltung mit hohem finanziellem und organisatorischem Aufwand kurzfristig nachrüsten. Das ist kein Einzelfall, sondern ein strukturelles Risiko, das sich jede Saison wiederholen kann – solange das Stadion nicht modernisiert wird.
5. In Wien, Linz oder Lustenau wird gebaut, nur Graz nicht
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Graz ist im österreichischen Vergleich zurückgefallen. Rapid Wien, Austria Wien und der LASK haben ihre Stadien längst modernisiert oder neu gebaut – mit deutlichem Erfolg. Der LASK erzielt durch das neue Stadion jährlich rund 128,8 Millionen Euro an regionalökonomischen Effekten. Auch kleinere Vereine wie der Wiener Sport-Club, Blau-Weiß Linz oder Austria Lustenau haben eigene Stadionprojekte realisiert oder auf den Weg gebracht. Diese Projekte zeigen sehr deutlich, dass man mit einem Schulterschluss zwischen Stadt, Land und den Vereinen Großartiges umsetzbar ist. Graz als zweitgrößte Stadt des Landes mit zwei Profivereinen bleibt eine der letzten großen Lücken in dieser Entwicklung.
6. Keine Chance auf Wachstum – Sturm wird kleingehalten
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Der SK Sturm ist in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen gewachsen. Die sportlichen Erfolge, internationale Auftritte, hohe Zuschauerzahlen und eine starke Mitgliederbasis zeigen, wie groß das Potenzial des Vereins ist. Gleichzeitig stößt das aktuelle Stadion immer öfter an seine Grenzen – bei Kapazität, Komfort, Hospitality, Gastronomie, Medienbereichen, Barrierefreiheit und internationalen Anforderungen. Ein modernes Stadion würde nicht nur mehr Möglichkeiten für Fans schaffen, sondern auch zusätzliche Einnahmen ermöglichen, der Stadt weitere Abgaben bringen und den Verein langfristig stärken.