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STURMECHO #346: Sturm Graz und das Nationalteam

Anlässlich der EM in Frankreich widmet sich die neueste Ausgabe des SturmEchos der Geschichte der schwarz-weißen Teamspieler.

 

Ein ganzes Land blickt dieser Tage gebannt nach Frankreich. Grund dafür ist das österreichische Nationalteam, das bei der EURO 2016 um Punkte und den Aufstieg in die K.o.-Phase kämpft. Das tut es mit starker steirischer Beteiligung: Mit Robert Almer, Marcel Sabitzer, Jakob Jantscher und Sebastian Prödl stehen gleich vier Spieler aus der Steiermark im EM-Kader – und die beiden Letztgenannten schnürten bei ihren Team-Debuts die Schuhe für den SK Sturm.

 

Damit sind sie in guter Gesellschaft, wie ein Blick ins neue SturmEcho verrät. Ausgabe #346 widmet sich dem SK Sturm, seinen ehemaligen, gegenwärtigen und zukünftigen Nationalspielern und dem EM-Gastgeberland Frankreich.

 

Schwarz-Weiß für Rot-Weiß-Rot. Die Beziehung zwischen Sturm und dem Nationalteam ist lang und geprägt von Höhen, Tiefen und Kuriositäten. Die Titelstory liefert einen Rückblick auf die Schwarz-Weißen im rot-weiß-roten Dress – von Senekowitsch über Jurtin bis Reinmayr und Jantscher.

 

Damen im Nationalteam. Die Sturm-Damen-Teams stellen immer häufiger Spielerinnen für die ÖFB-Nationalteams ab. Eine klassische Win-Win-Situation für den Verband, den Verein und die Akteurinnen.

 

Sturms Nachwuchs-Eurofighter. Mit dem Quartett Jörg Wagnes, Dario Maresic, Philipp Sittsam und Romano Schmid war der SK Sturm kürzlich bei der U17-EM in Aserbaidschan vertreten. Ein emotionaler Rückblick auf ein Turnier, das vielversprechend begann – und hoffnungsvoll endete.

 

Tricolore meets Schwarz und Weiß. Was verbindet den SK Sturm eigentlich mit dem EM-Gastgeberland Frankreich? Mehr, als man zunächst meinen möchte. Das SturmEcho zeigt elf Verbindungslinien zwischen Graz und der Grande Nation auf. Tres chic!

 

Lichtblick. Sascha Horvath war eine der positiven Erscheinungen in der nur durchschnittlichen Saison 2015/16. Das SturmEcho porträtiert den jungen Wiener, der mit Geduld und der nötigen Ruhe in einem Jahr mental wuchs, das, wie er sagt, ein ständiges Auf und Ab war.

 

Klartext. Günter Kreissl will bei Sturm wieder das Feuer entfachen. Die Fans sollen für den Verein brennen, sagt der neue Geschäftsführer Sport. Im SturmEcho-Interview spricht der gebürtige Wiener über atmosphärische Störungen, langfristige Ziele, seine Philosophie und Spielerberater, denen es nur ums Geld geht.

 

Diese und 22 weitere Beiträge lesen Sie im neuen SturmEcho #346, das ab sofort im Fanshop Girardigasse, im Trainingszentrum Messendorf sowie an Spieltagen im Fanshop Liebenau erhältlich ist. 

 

Bestellungen: shop.sksturm.at 

Abos und Infos: 0316 / 771 771

Schwarz, weiß, teamreif!

Frankreich, wir kommen! Doch leider ohne aktive Sturm-Spieler. Das war nicht immer so. Einst haben schwarz-weiße Kicker vor 120.000 Menschen gespielt, wichtige Tore bei Weltmeisterschaften geschossen oder waren auch bei legendären Debakeln dabei. Sturm Graz und das Nationalteam: ein Thema mit Höhen und Tiefen.

 

Wenn es nicht der Wahrheit entspricht, ist es zumindest gut erfunden. Als ein Sturm-Kicker – der Name tut hier nichts zur Sache – in grauer Vorzeit zum Team einberufen wurde und erstmals seine Sporttasche in der Kabine der Fußball-Nationalteams abstellte, formierten sich seine – vornehmlich aus dem Wiener Raum stammenden – neuen Kickerkollegen und begrüßten den Neuankömmling aus der grünen Mark mit einem kräftigen „Muuuuuh!“ Und lautem Gelächter. A „Gscherter“ im Team, das war einst eher die Ausnahme. Ein Sonderfall, ja mitunter ein Störfall. Dieser Exotismus hat sich im Laufe der Jahre gemildert, das Rückgrat des Teams bilden ja längst Legionäre aus ganz Europa, die aus vielen Bundesländern stammen. Einer aus den Reihen von Sturm müsste sich bei seinem Debüt heute keine Verhöhnungen mehr anhören.

 

Sturm Graz und das Nationalteam. Eine eigene Geschichte. Eine mit vielen Facetten, einigen Sternstunden, Überraschungen und Kuriositäten. Doch alles der Reihe nach. Es hat insgesamt 48 Jahre (!) lang gedauert, ehe der erste schwarz-weiße Akteur das Teamdress überstreifen durfte. Ein Mann übrigens, der viel später in einer anderen Rolle, der des Trainers, Fußballgeschichte schreiben sollte: Helmut „Zeki“ Senekowitsch. Der Grazer, der 1955 zu Sturm kam, feierte am 25. September 1957 seinen Länderspieleinstand gegen die Niederlande. Das Qualifikationsspiel für die WM in Schweden endete 1:1, der Steirer bot eine passable Partie. Der legendäre Radioreporter Heribert Meisel lobte seinen enormen Aktionsradius. Senekowitsch – sein Spitzname bezog sich auf eine Zecke, die sich in ihren Gegner verbeißt – spielte in elf Jahren 18 Mal im Team und erzielte dabei drei Tore. Den ersten schwarz-weißen Treffer in der ÖFB-Geschichte schoss er beim 3:0-Auswärtssieg gegen Luxemburg (ebenfalls 1957). Spätestens als Coach der rot-weiß-roten Equipe bei der WM 1978 in Argentinien und nach dem 3:2-Sieg über Deutschland wurde der Ex-Sturm-Spieler zum Denkmal. Wir wissen: Cordoba, Hansi-Burli, Edi Finger, I wer narrisch!

 

Insgesamt 37 Sturm-Kicker haben in der 107-jährigen Vereinsgeschichte das österreichische Nationaltrikot übergestreift. Klingt nicht überragend, könnten durchaus mehr sein. Von wegen gekränkte Provinz: Experten meinen, dass insbesondere in den ersten Jahrzehnten teamwürdige Spieler aus welchen Gründen auch immer von den Teamchefs in Wien „übersehen“ worden sind. Ab den 1960er-Jahren schafften Spieler wie Günter Paulitsch, Heinz Ruß, Robert Kaiser oder Wilhelm „Willi“ Huberts immerhin Kurzgastspiele im Nationalteam, erst mit der Generation Andy Pichler, Heribert Weber und Gernot Jurtin wurden Schwarz-Weiße Stammspieler. Wobei Weber nur sechs seiner insgesamt 68 Einsätze als Sturm-Kicker absolvierte. Immerhin drei Mal kam – was viele vergessen haben – der Pölser noch als Sturm-Spieler bei der erwähnten WM in Argentinien zum Einsatz. Er spielte stark, bloß der alles überdeckende finale Triumph gegen den großen Nachbarn war ihm als Aktiver nicht vergönnt.

 

Von Rosental nach Rio de Janeiro

 

Viele ältere Sturm-Knofel erinnern sich gerne an Willi Huberts (im Gegensatz zu seinem Cousin Willy mit „i“ geschrieben). Er kickte vom Sommer 1968 bis Weihnachten 1970 bei den Schwarz-Weißen und war vom legendären Teamchef Leopold Stastny einberufen worden. Der slowakische Taktik-Tüftler („Ein super-einfühlsamer Trainer, er war wie ein Vater zu mir“), der in den Medien nicht selten als „weißer Riese“ tituliert wurde, war vom weststeirischen Abwehrspieler ziemlich angetan. Er holte ihn mehrfach ins Team, wobei dem Rosentaler ein Freundschaftsspiel unvergesslich in Erinnerung geblieben ist. Man schrieb das Jahr 1970, als erstmals in der Geschichte eine österreichische Fußball-Nationalmannschaft in Südamerika auf den Rasen lief. Im weltberühmten Maracana-Stadion von Rio de Janeiro mit einem damals unglaublichen Fassungsvermögen von bis zu 200.000 Menschen. „Rund 120.000 Brasilianer wollten uns sehen, man kann sich vorstellen, dass ich sehr begeistert war von dieser Kulisse“, berichtet der 69-jährige Huberts.

 

Den gesamten Text, mit Statements von Hannes Reinmayr, lesen Sie im neuen SturmEcho #346

INHALTSÜBERSICHT

INHALTSÜBERSICHT

 

VORSPIEL

Schwarz-weiße Nachrichten

Schnappschuss: Gerhard Roth

 

DIE PROFIS

Kolumne: Der Problembehr

Saison 2015/16: Statistiken

Günter Kreissl im Interview

Sascha Horvath im Porträt

 

SPORTKLUB STURM

Gerhard Steindl im Interview

Kolumne: Vorstandsetage

Buchvorstellung: Erst der Verein, dann die Partei

Kathrin Moder im Interview

Sponsorlounge: Thomas Hautz von Lotto

Schwarze Szene

 

STURM UND DRANG

Frauen: Teamspielerinnen

Akademie: U17-EM in Baku

 

FANKURVE

Mitgliedergeburtstage

Kolumne: Kollektiv 1909

Fanshop

Wir sind Sturm!: Martin Winter

Kolumne: Beim Wort genommen

 

RÜCKPASS

Titelstory: Schwarz-weiß für Rot-weiß-rot

Kolumne: Seitenwechsel

Sebastian Prödl im Interview

Die großen Elf: French Connection

Was wurde aus Franck Silvestre?

Schwarz-weiße Familienchronik

Protokoll: Franco Foda

Seitenblicke: SturmEcho #142

 

Ergebnisse

Spielplan