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STURMECHO #344: BOZO BAKOTA

So wie die Leistungen der Kampfmannschaft im Herbst schwankten, präsentierte sich auch das Sturm-Universum abseits des Platzes mit Höhen und Tiefen. Nachrichten wie jene vom Tod des legendären Bozo Bakota stehen positive Entwicklungen wie jene in der Sturm-Jugendarbeit gegenüber. 

 

Legendäre 7. Obwohl er nur sechs Jahre in Graz kickte, wurde er zu einem der ganz großen Sturm-Idole. An seinem 65. Geburtstag verstarb der ehemalige Goalgetter der Schwarz-Weißen. Das SturmEcho setzt Bozo Bakota mit einem ausführlichen Porträt ein würdiges Denkmal.

 

Mehr als nur Fußball. Profivereine sind heute nicht nur Wirtschaftsbetriebe, sondern auch wichtige Akteure in der Gesellschaft und Wertevermittler abseits von Umsatzzahlen und Tabellenstand. Wie das SturmEcho analysiert, nimmt auch Sturm Graz diesen gesellschaftspolitischen Auftrag immer stärker wahr.

 

Bilanzierung. Einer, der mitverantwortlich für diese Entwicklung zeichnet, ist Christian Jauk, Präsident der Schwarz-Weißen. Kurz vor der nächsten Generalversammlung zieht der 50-Jährige Bilanz über vier Jahre an der Spitze des Traditionsklubs, präzisiert den Begriff Sturm „neu“ und spricht über den Bürokratismus in Sachen Stadionsanierung.

 

Zweikämpfer. Anel Hadzic ist Mitglied des bosnischen Nationalteams und Österreicher. In jeder Transferperiode wird er als heiße Aktie gehandelt, doch er fühlt sich wohl in Graz. Wie am Platz geht er auch im SturmEcho-Interview keinem Zweikampf aus dem Weg und gibt Einblicke in seine Gedankenwelt.

 

Profis für die Kleinen. Seit dieser Saison engagiert Sturm ein hauptberufliches Jugendtrainer-Quartett – und leitet damit eine neue Ära ein. Das SturmEcho hat sich angesehen, wie Gilbert Prilasnig, Samir Muratovic, Christian Lang und Danijel Zenkovic das Ausbildungsniveau in der Sturm-Jugend weiter anheben.

 

Maximaler Wegbegleiter. Otto Baric war einer der größten Förderer von Bozo Bakota. Der 82-jährige Ex-Sturm-Trainer skizziert im Interview seine persönliche Sicht auf den Werdegang des ehemaligen Stürmeridols, beginnend mit der Zeit, als dieser noch in Kroatien kickte – und dort vor allem mit Torvorlagen glänzte.

 

Blindes Verständnis. Ohne seine Vorlagen in den (scheinbar) leeren Raum wären viele Bakota-Tore nicht gefallen. In unserer Rubrik „Was wurde aus …“  besuchen wir Zvonko Breber, Sturms genialen Vorbereiter der frühen 1980er-Jahre. Er erzählt dem SturmEcho von einer großen Freundschaft, und spricht über seine gegenwärtigen Herausforderungen. 

 

Diese und 20 weitere Beiträge lesen Sie im SturmEcho #344, das ab sofort im Fanshop Girardigasse, an Spieltagen im Fanshop Liebenau sowie im Trainingszentrum Messendorf erhältlich ist. 


Bestellungen: shop.sksturm.at 

Abos und Infos: 0316 / 771 771

DAS GOTTESGESCHENK

Er war nur sechs Jahre bei Sturm Graz und wurde zur Legende. Er vertraute auf seine Glückszahl 7, hatte einen unglaublichen Torinstinkt und verwandelte alle Elfmeter in Pflichtspielen.  Erinnerungen an Bozo Bakota, der an seinem 65. Geburtstag gestorben ist.

 

Ein Sommertag im Jahr 1981. Die Gruppe Halbwüchsiger in einem Hof der Grazer Triestersiedlung gerät ins Streiten. Beim Kicken am Nachmittag auf der von Gemeindebauten begrenzten Grünfläche wird „eingeschossen“. Der Torhüter, der zwischen den Teppichklopfstangen steht, sieht sich sieben Feldspielern gegenüber, die alle fünf Elfmeter schießen wollen. Das Problem dabei. Gleich vier aus der Gruppe wollen Bozo Bakota sein. Das Los muss entscheiden und das Trio, das das Nachsehen hat, muss sich mit anderen schwarzweißen Vorbildern begnügen. Einer ist Kurt Stendal, einer Gernot Jurtin und einer Hubert Kulmer. Bozo aus der Triestersiedlung verwertet alle seine Elfer. Ganz so wie der echte Bozo, der zwar erst seit ein paar Monaten bei Sturm Graz spielt, aber jetzt schon die Herzen der Fans erobert hat. 

 

Kein Wunder. Wer jagt denn schon gleich im allerersten Meisterschaftsspiel die Kugel direkt von der Cornerfahne aus ins Kreuzeck? Man schrieb den 27. September 1980, als LASK-Torhüter Klaus Lindenberger bei diesem sensationellen Direktcorner das Nachsehen hatte. Ob er tatsächlich noch mit den Fingern den Ball berührt hat oder nicht, tut nichts zur Sache. Was für ein Einstand für den 30-jährigen Stürmer, der von Sturm-Trainer Otto Baric vom NK Zagreb zu den Schwarz-Weißen gelotst wurde. Kurz zuvor hatte Bozo Probetrainings in Sunderland (England), und auch den Rapid-Dress hatte der gebürtige Kroate übergezogen. Rapid-Trainer Walter Skocek schickte den schlanken, großgewachsenen Stürmer wieder nach Hause. Irren ist menschlich. Sturm griff rasch zu und hatte plötzlich einen echten Goalgetter in den eigenen Reihen. Das ist der Stoff, aus dem Legenden sind.

 

Die Sieben als Markenzeichen


Seine ersten Erfahrungen als Kicker sammelte Bozo Bakota beim MK Mladost Buzin, ehe er im Jahr 1970 zum NK Zagreb wechselte. Schon hier trug der die Rückennummer 7, die später in Graz zu seinem Markenzeichen werden sollte. Eine Glückszahl für den Mann mit dem ausgeprägten Hang zum Toreschießen: In 167 Meisterschafts-Einsätzen für Sturm Graz erzielte Bozo 86 Tore. Im Vergleich: In Zagreb hatte Bozo 53 Mal in 195 Spielen eingenetzt. Man sieht: In Graz fühlte sich der Kroate wohl, hier stimmte die Chemie mit den Mitspielern und dem Trainer, hier sollte sich sein Torinstinkt perfektionieren. Die Kunst, ein Spiel lesen zu können, also zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, in der richtigen Sekunde zu starten und das Gespür zu haben, wie man einen Stürmerkollegen mit einem Pass ideal bedient, das alles beherrschte Bozo Bakota, der unter anderem mit Zvonko Breber und Gernot Jurtin nicht nur auf dem grünen Rasen bestens harmoniert hat.

 

„Bozo, Bozo, Bozo“: Sprechchöre wie diese hallten sowohl im Oval des Bundesstadion Liebenau als auch in der Gruabn, wo Sturm Graz ab Herbst 1982 wieder seine Heimspiele austrug. Es waren sowohl Anfeuerungsrufe, etwa wenn es galt, einen Freistoß zu schießen oder einen Elfmeter zu verwandeln, als auch Sympathiebekundungen nach gelungenen Aktionen, erzielten Toren oder gewonnenen Spielen. Es gibt Fußballer, es gibt Stars und solche, die das Zeug zur Legende haben. Bozo Bakota gehörte, wie auch seine Mitspieler von einst bestätigen, zur letzten Gruppe: Ungemein mannschaftsdienlich, eine charismatische Erscheinung auf dem Feld, einer, der Matches im Alleingang entscheiden konnte und dennoch keine Starallüren hatte, beim Kartenspielen im Trainingscamp als Schmähführer glänzte. Einer, dem das Besondere schon über den Namen in die Wiege gelegt war. „Bozo“ ist der Spitzname für Bozidar, was auf Deutsch übersetzt „Gottesgeschenk“ heißt. 

 

Den gesamten Text lesen Sie im neuen SturmEcho #344!

INHALTSÜBERSICHT

VORSPIEL

Schwarz-weiße Nachrichten

Schnappschuss: Ernst Marianne Binder

 

DIE PROFIS

Anel Hadzic im Interview

Kolumne: Seitenwechsel

Marvin Potzmann im Porträt

Die „Erste“ miniaturisiert

Kolumne: Der Problembehr

 

SPORTKLUB STURM

Sturms gesellschaftliche Verantwortung

Kolumne: Beim Wort genommen

Sturms gesellschaftliche Verantwortung

Kolumne: Vorstandsetage

Sponsorlounge: Spar

Schwarze Szene

 

STURM UND DRANG

Trainer-Profis für die Kleinen

 

FANKURVE

Mitgliedergeburtstage

Fanshop

 

RÜCKPASS

Bozo Bakota

Otto Baric im Interview

Nachrufe: Gady, Pühringer, Boyron

Wir sind Sturm!: Friedrich Fischer

Schwarz-weiße Familienchronik

Die großen Elf: Assistenten und Dirigenten

Protokoll: Kjeld Seneca

Was wurde aus Zvonko Breber?

Seitenblicke: SturmEcho #87

 

NACHSPIELZEIT

Ergebnisse

Spielplan