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STURMECHO #343: DAS GROSSE KRIBBELN

Comeback in Europa: Sturm Graz spielt wieder internationalund will an vergangene Erfolge anknüpfen. Warum das Mitspielenauf der großen Fußballbühne für alle Beteiligten so wichtig ist.


Kurzbesuch in Istanbul. Der Fahrer des Taxis, mit dem man vom Flughafen in die Stadt fährt, spricht weder Englisch noch Deutsch, der Fahrgast wiederum kein Wort Türkisch. Beim Versuch, trotzdem zu kommunizieren, fällt irgendwann der Name Graz. Der Taxifahrer sagt: „Ah, Sturm Graz. Good.“ Und reckt den Daumen nach oben. Als er kurz darauf noch den Namen „Ekrem Dag“ erwähnt, ist das Eis gebrochen, die sprachlichen Defizite sind kein Problem mehr. Den Rest der Fahrt plaudert man über Galatasaray Istanbul, Sturm Graz und die Champions League. So gut es halt geht. Ehe sich zwei Fußballfans herzlich verabschieden.


Nächste Erinnerung. In einem Gasthaus unweit von Sarajewo sitzt der Kurator eines Kunstprojektes. Als er hört, dass man aus Graz stamme, zeichnet sich in seinem Gesicht ein breites Grinsen ab: „Ivica Osim – Sturm Graz“, sagt er und klopft einem freundschaftlich auf die Schulter. Daraufhin folgt ein Geschichtenaustausch über den Jahrhunderttrainer der Schwarz-Weißen. Die Sympathie für Osim verbindet, der Abend wird lang.


Finale Erinnerung: ein Popkonzert in Manchester. Zwei Einheimische an der Bar fragen nach der Herkunft. Als sie Graz hören, antworten sie nicht mit „Schwarzenegger“ oder „City ofDesign“. Beide sagen „Sturm Graz“ und nicken wissend. Wie denn der kleine, giftige Spieler geheißen habe, der einst David Beckham das Leben auf dem Rasen schwer gemacht habe, will das Duo wissen. Dann wird angestoßen. Auf die gemeinsame, grenzüberschreitende Passion, die Fußball heißt. Und natürlich auf Roman Mählich.


Die Marke stärken

Fußball muss nicht, aber kann verbinden. Auch nicht wenige Politiker pflegen in der Praxis zu unterschätzen, wie sehr ein im internationalen Rampenlicht stehender Fußballverein europaweit beachtet wird. Wodurch sich die Bekanntheit der Stadt steigert und der Wert der Marke (des Fußballvereins und der Kommune) angehoben wird. Mit überzeugenden Leistungen im internationalen Fußballgeschäft konnten sich kleinere Städte wie Graz überhaupt erst auf der Landkarte des Weltfußballs einschreiben. Sturm ist dies in den vergangenen Jahren immer wieder gelungen. Nicht nur durch die Glanzleistungen in der Champions League. Auch davor und danach. Sturms Bilanz seit dem ersten Antreten im Mitropa Cup in der Saison 1968/69: 124 Spiele, 39 Siege, 30 Unentschieden, 55 Niederlagen. 149:182 lautet die Tordifferenz.In Fußballeuropa mitzuspielen ist das Salz in der Suppe des Vereinsfußballs. Die Crème de la Crème. Nicht nur für die Spieler, Trainer, Manager, auch für die Fans. Die Europa-League-Hymne oder die noch bekanntere Champions-League-Hymne im Stadion suggeriert ebenso wie die im Stadion gehissten Flaggen der UEFA: Man ist dabei, Teil eines Ganzen, spielt mit den Besten dieses Kontinentes mit. Für die Kicker bedeutsam: Wenn man ein Tor schießt oder sonst durch starke Leistungen auffällt, ist dies in den abendlichen TV-Zusammenfassungen zu sehen – von Spanien bis Schweden, von Frankreich bis Russland, von der Türkei bis nach England. Gibt es eine bessere Möglichkeit, um in die Notizblöcken der internationalen Scouts eingetragen zu werden?


„Ein geiles Gefühl“

„Es ist natürlich ein geiles Gefühl, wenn man da live dabei sein kann“, sagt Sturm-Kapitän Michael Madl. In einem europäischen Bewerb zu spielen sei eine zusätzliche Motivation, man befinde sich in einer Auslage, da man – über Fernsehberichte – auf ungleich mehr Zuschauer als sonst komme. Europäische Fußballluft zu schnuppern ist für Madl nichts Neues. Seine Premiere hatte er in der Saison 2006/07, als er noch das Dress der Wiener Austria anhatte und in der UEFA-Cup-Gruppenphase auswärts gegen Espanyol Barcelona debütierte. Das Spiel ging 0:1 verloren. In der EC-Saison 2009/10 lief er etwa gegen Athletic Bilbao ein, doch auch da gab‘s Niederlagen. Aber dafür wertvolle Erfahrungen.


Den gesamten Text lesen Sie im neuen SturmEcho #343.

INHALTSÜBERSICHT

VORSPIEL

Schwarz-weiße Nachrichten

Schnappschuss: Emil Gruber


DIE PROFIS

Das große Kribbeln

Europa-League-Terminplan

Kolumne: Der Problembehr

Thorsten Schick im Porträt


SPORTKLUB STURM

Robert Adam im Interview

Kolumne: Vorstandsetage

Das SturmEcho #342 im Pressespiegel

Sponsorlounge: Shopping City Seiersberg

Schwarze Szene

Ingeborg Lechnitz im Interview


STURM UND DRANG

MiniMasters 2015


FANKURVE

Fanshop

Kolumne: Kollektiv 1909

Christian Fast im Porträt

Mitgliedergeburtstage

Kolumne: Beim Wort genommen


RÜCKPASS

Schwarz-weiße Familienchronik

Die großen Elf: Eurofighter

Mitropa Pokal und Messestädte Cup

Klubrekorde im Europapokal

Protokoll: Sturm gegen Verona

Kolumne: Seitenwechsel

Ivica Vastic im Interview

Was wurde aus Tomislav Kocijan?

Seitenblicke: SturmEcho #156


NACHSPIELZEIT

Spielplan