DE EN
LIVETICKER / FANRADIO [offline]

SturmEcho #336: Warum wir Sturm lieben

Was treibt uns immer und immer wieder ins Stadion? Das SturmEcho hat sich zusammen  mit besonders fanatischen Anhängern auf eine Zeitreise ins Innere der schwarz-weißen Leidenschaft begeben.

 

Fanatisch. Ob Kind, Fanklub-Mitglied, Ärztin, Weihbischof oder Rollstuhlfahrer – Sturm-Fans sind in allen Altersgruppen und sozialen Schichten zu finden. Das SturmEcho hat zehn treue Anhänger von ihrer Leidenschaft erzählen lassen – und erfahren, warum man für Auswärtsfahten seine Urlaube opfern sollte und Ronaldinho einmal fast bei Sturm landete.  

 

Angekommen. Tatsächlich bei Sturm gelandet ist Nikola Vujadinovic. Nach fünf verschiedenen Klubs in fünf Jahren ist der großgewachsene Serbe in Graz endlich angekommen – weil er in Graz Dinge vorgefunden hat, die er in Italien, Schottland oder Rumänien vermisst hat.

 

Legendär. Er begeisterte in den 1950er-Jahren mit Flankenläufen und Toren – der mittlerweile 92-jährige Hans Schabus. Spieler, ältestes Vereinsmitglied und vor allem: noch immer regelmäßiger Stadionbesucher. Ein Gespräch mit einer richtigen Sturm-Legende.

24 Stunden Sturm

„Mein Dienstplan steht immer sechs bis acht Wochen vorher fest. Es ist nicht einfach sich kurzfristig frei zu nehmen. Und Urlaub zu bekommen war im Sommer 2009 nicht möglich. Sturm stand vor dem schwierigen Auswärtsspiel in der Ukraine gegen Metalist Kharkiv, und ich wollte unbedingt dabei sein. Also bin ich direkt nach Dienstende von meiner Arbeit in Friesach nach Graz gefahren. Rein in den Flieger, ab zum Spiel, Jubeln mit der Mannschaft über den sensationellen Aufstieg in die Europa League-Gruppenphase und schnell wieder heim. Es waren keine zwei Stunden, die ich schlafen konnte, ehe der nächste 24 Stunden-Dienst im Krankenhaus wartete. Das klingt ein bisschen verrückt? Naja, einerseits bin ich es von meinem Beruf gewohnt, mit wenig Schlaf auszukommen. Und andererseits ist ein Sturm-Spiel für mich der perfekte Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag. In jeder einzelnen Minute mit Sturm kommt so viel zurück, dass ich diese Erfahrungen nicht missen möchte. Nicht umsonst habe ich im Vorjahr nur drei Spiele verpasst. Es ist einfach so schön, dabei sein zu dürfen. Noch mehr natürlich, wenn es so ist wie in Kharkiv, wo man die vielen glücklichen Gesichter sieht – ob bei Fans, Spielern, Trainern oder Funktionären. Und was ist schon ein bisschen Schlaf gegen solche Glücksmomente.“


Maria Seidl (47) arbeitet als Anästhesistin, widmet ihre freie Zeit am liebsten Sturm und ist Mitglied im Anhängerklub.

Neun weitere Fan-Protokolle aus verschiedenen Epochen sowie insgesamt 28 Beiträge rund um den Traditionsverein lesen Sie im SturmEcho #336, das ab sofort im Sturm-Fanshop erhältlich ist und in diesen Tagen an alle Abonnenten, Mitglieder und Dauerkartenbesitzer versendet wird. Abos und Online-Bestellung einzelner Hefte auch über echo@remove-this.sksturm.at. Weitere Informationen zum SturmEcho: 0316 / 771 771