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SturmEcho #335: Der Junge aus der Schönausiedlung

Mit Mario Haas tritt die größte Sturm-Legende aller Zeiten ab. Das SturmEcho blickt zurück auf ein Leben in Schwarz und Weiß.


Die Ikone. Keiner hat für Sturm so viele Spiele gemacht wie er und keiner traf für die Blackies so oft ins Schwarze – Mario Haas wurde aber nicht nur deshalb zur Vereinsikone. Das SturmEcho erzählt, wie aus einem Jungen aus der Schönausiedlung eine Legende wurde.


Der Youngster. Seit Sommer spielt Richard Sukuta-Pasu in Graz und begeistert mit Kampfkraft und Technik. Das Porträt eines Sunnyboys, der die Menschen glücklich machen will.


Die Vision. Mehr Zuschauer und ein „Tor zur Stadt Graz" – nur zwei Facetten der Vision einer neuen UPC Arena. Das SturmEcho präsentiert Sturms Ideen für den Umbau der schwarz-weißen Heimat.


Der Fanklub. Nicht nur in der Steiermark wird mit Sturm mitgefiebert. Die Geschichte eines schwarz-weißen Fanklubs aus der schweizerischen Hauptstadt Bern.


Der Junge aus der Schönausiedlung

Es passiert nicht alle Tage, dass ein Fußballer bei allen Titeln der Klubgeschichte dabei war und alle Vereinsrekorde bricht. Mario Haas hat genau das geschafft. Er hat es aber vor allem schaffen dürfen. Das Märchen eines Sturm-Fans aus Graz-Jakomini, der zur Vereinsikone wurde.

 

Er weiß nicht wohin und steht verloren vor der Betreuerbank neben seinem Trainer. Aber wer kann ihm seine Tränen verdenken. Es ist die 89. Minute des letzten Spieltags der Saison 1998/99. Er hat gerade zwei Tore erzielt und Sturm fast im Alleingang zu einem 3:0 gegen Tirol und damit zum zweiten Meistertitel der Klubgeschichte geschossen. Und ausgerechnet jetzt, wo er für jenen Verein, dem er alles zu verdanken hat, das letzte Mal ausgewechselt wurde und nicht mehr weiß, wie ihm geschieht, wird er auch noch interviewt. Während Ivica Osim im Hintergrund väterlich stolz lächelt, stellt ORF-Reporter Gerald Saubach die rhetorische Frage: „Was bewegt Sie denn so?" – „Es ist mein letztes Spiel", sagt er. „Es ist so schön, dass ich Sturm zum Meistertitel geschossen habe. Ich werde den Klub verlassen, aber ich werde weiter ... (es folgt eine Pause, seine Stimme überschlägt sich) ... über die Medien verfolgen, wie es dem Verein geht."

 

Es sind Sätze, die schon oft von Profi-Fußballern gesagt wurden, aber selten so gemeint waren. Es sind die Sätze, die nur einer sprechen darf, der einen Klub lebt und versteht wie kein anderer, weil er ihn seit seiner Kindheit verinnerlicht und mit ihm sein eigenes Märchen geschrieben hat. Es sind die Sätze von Mario Haas, der mit sieben Jahren das erste Mal für Sturm kickt und davor schon Fan war. Von einem Kind der Schönausiedlung, das im gleichen Bezirk aufwächst, in dem Sturm 1909 gegründet wurde. Es sind aber auch die Worte eines Burschen, der sein erstes Geld beim Verkaufen des SturmEchos verdient und als Maschinenbauschlosser-Lehrling noch das erste Flutlicht in der Gruabn montiert, während seine Teamkollegen der schwarz-weißen Kampfmannschaft schon trainieren. Es sind die Sätze des Sturm-Spielers, der dreizehn Jahre später bei seinem Karriereende für keinen anderen Klub in Österreich gespielt hat, zu jedem Titel von Sturm etwas beigetragen hat und mehr Tore erzielt und mehr Spiele gemacht hat als jeder andere Spieler in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Auch wenn es damals im Sommer 1999 noch den Wenigstens bewusst war – es sind eben die Worte der Vereinsikone und lebenden Klublegende des Sportklubs Sturm Graz.

 

„Mario Haas, was ist deine erste Erinnerung an Sturm? Das erste Training in der Gruabn. Durch einen guten Freund aus meiner Siedlung bin ich zu Sturm gekommen. Da hat es noch einen Sandplatz gegeben, dort wo jetzt ein Parkplatz der Messe ist. Wir haben uns im alten Klubhaus umgezogen und ich war schon damals, mit sieben Jahren begeistert, dass ich hier spielen darf – immerhin war ich ja schon davor Sturm-Fan, weil ich so nahe an der Gruabn gewohnt habe, und ich immer gehört habe, wenn gespielt wurde..."

Diese und 23 weitere Beiträge finden sich im neuen SturmEcho #335, das ab sofort im Sturm-Fanshop erhältlich ist. Wer das SturmEcho nicht als Abonnent, Mitglied oder Dauerkartenbesitzer zugestellt bekommt, kann es sich hier per Abonnement sichern oder unter echo@remove-this.sksturm.at auch einzelne Ausgaben bestellen.

Weitere Informationen zum SturmEcho: 0316 / 771 771