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SturmEcho #334: Jetzt spielt's Hyballa

Mit Peter Hyballa beginnt eine neue Trainer-Ära in Schwarz und Weiß. Das SturmEcho weiß, warum.


Junger Offensivgeist. Peter Hyballa ist jünger als Mario Haas, hat aber mehr Trainererfahrung als Franco Foda. Und vor allem hat er eine ganz eigene, offensive Idee von Fußball, wie er im großen SturmEcho-Interview erklärt.


Verlorener Sohn. Seit dem Frühjahr schnürt Christoph Kröpfl seine Fußballschuhe wieder für seinen Jugendklub. Das Porträt eines Jungstars, der jetzt endlich reif für den Durchbruch ist.


Erfahrener Wirtschafter. Friedrich Santner ist neuer Aufsichtsratvorsitzender und will seine Kontakte für Sturm nutzen. Im SturmEcho erzählt der Unternehmer, warum er schon immer Schwarz-Weißer war und von einer Ivica Osim-Fußballschule träumt.


Scheidender Trainer. Elf große Momente aus 15 Jahren – das SturmEcho blickt zurück auf die Trainer-Ära Franco Foda zwischen Titeln und Elvis-Tollen.


„ICH BIN KEIN DOGMA-TRAINER“

Peter Hyballa gilt als Vertreter der neuen deutschen Fußballlehrer-Generation. Der Deutsch-Holländer ist jünger als Mario Haas, hat aber mehr Trainererfahrung als Franco Foda. Im Interview spricht der neue Sturm-Coach über seine Idee von Fußball, die Bürde Ivica Osim, und warum er auch selbst Spielvideos schneiden wird.


Peter Hyballa, sagt Ihnen der Name Hugo Meisl etwas? Ja, hab ich schon einmal gehört.


Er ist einer der größten Trainer der österreichischen Fußballgeschichte und hat einst folgenden Satz formuliert, der lange als Inbegriff der österreichischen Trainerkultur galt: „Gehts aussi und spüts eier Spü.“ Nun gelten Sie aber als großer Taktiker, mit einer fundierten Ausbildung als Fußballlehrer. War Ihnen im Jänner, als Sie zu den Red Bull Juniors wechselten, bewusst, in welchem Land Sie hier gelandet sind? Im Trainerleben spielt auch oft der Zufall mit. Als ich damals das Angebot bekam, in Salzburg zu arbeiten, hatte ich mich mit dem österreichischen Fußball noch nicht so großartig beschäftigt. Man hat als Trainer in Deutschland schon im eigenen Land genug Vereine und Spieler. Ich finde aber auch, dass man als deutscher Trainer nicht arrogant sein darf. Es gibt auch hier sehr gute taktisch geschulte Spieler und gute Trainer. Gleich wie in Deutschland.


Haben Sie in sonstigen Bereichen Unterschiede erkannt? Meine Vorstellung war von der Medienpräsenz her schon sehr deutsch. Aber natürlich gibt es in Deutschland ein anderes Medieninteresse, jeder will was von dir und es ist auch etwas anderes, wenn man mit Aachen vor 45.000 Menschen in Berlin spielt. Es ist hier alles eine Nummer kleiner, das heißt aber nicht automatisch, dass es deshalb schlechter ist.


Die österreichische Bundesliga war in der vergangenen Saison so unspektakulär wie selten zuvor. Wenig Tore, kaum Offensivspiel – die meisten Mannschaften reagierten nur. Sind Sie die Antwort auf die magere Fußballkost der vergangenen Saison? Vielleicht könnte man das so sehen, ja. Aber entscheidend ist das, was auf dem Platz passiert. Ich kann mir ein bisschen Gel in die Haare schmieren und vom Offensivfußball erzählen – aber letztlich geht es darum, was die Mannschaft aufs Spielfeld bringt. Dafür habe ich eine Idee und einen Plan. Was für einen Fußball ich mir vorstelle, habe ich schon bei meinen bisherigen Trainerstationen gezeigt, und das möchte ich hier auch. Mein Motto lautet: Geht nicht, gibt’s nicht. Und ich will gar nicht anders sein, sondern einfach meine Philosophie mit den Spielern durchsetzen. Sie brauchen also lernfähige Spieler? Ich brauche Spieler, die umsetzen können, was ich von ihnen verlange. Ich habe hier eine qualitativ gute Mannschaft, und mit ein paar Neuzugängen, die zu dieser Idee passen, ist einiges möglich.

Diese und 23 weitere Beiträge finden sich im neuen SturmEcho #334, das ab sofort in den Sturm-Fanshops erhältlich ist. Wer das SturmEcho nicht als Abonnent, Mitglied oder Dauerkartenbesitzer zugestellt bekommt, kann es sich hier per Abonnement sichern oder unter echo@remove-this.sksturm.at auch einzelne Ausgaben bestellen.

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