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SturmEcho #333: Neue Seiten

Der SK Sturm erfindet sich neu und das SturmEcho weiß wie.

 

Tradition und Vision. Präsident Christian Jauk und der neue wirtschaftliche Geschäftsführer Christopher Houben erzählen dort, wo im Jahr 1909 alles begann, warum auch 2012 einen schwarz-weißen Neustart bedeutet. Eine Begegnung im Grazer Augarten.

 

Philosophie und Erfahrung. Der neue sportliche Geschäftsführer Paul Gludovatz will mit dem Sportklub Sturm Graz hoch hinaus und strotzt vor Ideen. Ein Gespräch.

 

Legende und Jubilar. Karl Schlechta trainerte fast alle renommierten Fußballklubs Österreichs, aber bei Sturm blieb er am längsten. Ein Interview zum 90. Geburtstag.

 

27 Beiträge und 68 Seiten. Weil Gespräche nicht alles sind, bietet die Frühjahrsausgabe des SturmEchos noch viele weitere Geschichten rund um den Sportklub Sturm – von der Vorstellung der neuen Vereinsstruktur und aller neuen Vorstände und Aufsichtsräte, bis hin zum Porträt der Sturm-Mädchen und der neu formierten schwarz-weißen Futsal-Mannschaft.


„SPIELPHILOSOPHIE IST EINE GRUNDHALTUNG“

Für viele galt Paul Gludovatz als der „Verbetonierer“ der Nation. Retrospektiv war dieser Prozess die natürliche Entwicklung einer national prägenden Spielphilosophie. Nun will Gludovatz als Sturms sportlicher Geschäftsführer den Kader verändern – das Spiel soll attraktiver, schneller und offensiver werden. Ein Gespräch.


Paul Gludovatz, Sie wechseln von einer Trainerposition ins Management. Ein schwieriger Schritt? Ich habe mir im Vorfeld beim ÖFB einen Namen mit den Schulkooperationen gemacht und sehr viel außertourlich bewerkstelligt. Anschließend habe ich in Ried weit über meine Vertragsbedingungen hinaus gearbeitet. Dort hatte ich auch die Koordination über weite Teile der Aufgabenbereiche über, die mir jetzt zur Verfügung stehen. Darunter auch das Projekt 12, eine Sondergruppe bestehend aus förderungswilligen Spielern. Zudem habe ich auch mit den Amateuren sowie den Amateurtrainern und der Akademie zusammengearbeitet. Um die Geschäftsführung, Budgetierung und den finanziellen Rahmen musste ich mich nicht kümmern. Durch Referate am Abend habe ich für eine positive Darstellung des Vereins bei Sponsoren gesorgt. Diese Punkte werden jetzt intensiver werden, aber ich bringe die nötige Erfahrung mit, sonst hätte ich mir diesen Posten auch nicht vorstellen können.

 

Wie sieht Ihr Aufgabenbereich aus? Ich werde mir mit der sportlichen Führung, von der Profi- bis zur Jugendabteilung, und allen anderen verantwortlichen Personen einen Tiefgang verschaffen. Ohne in die tägliche Arbeit des Cheftrainers einzugreifen. Darum ist es für mich sehr wichtig, wer das wird. Er soll sich auf mich verlassen können und wird von mir die nötige Rückendeckung erhalten. Umgekehrt setze ich Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative voraus. Wie wollen wir spielen? Mit welchen Spielern wollen wir spielen? All diese Punkte müssen abgeklärt werden. Niemand bekommt von mir im Vorfeld eine Hypothek überreicht.

 

Was hat Sturm Graz für einen Stellenwert in Österreich? Sturm Graz hat einen von drei Topwerten. Im Osten sind es Rapid und Austria und im Westen war es bis dato Salzburg – wie lange das so sein wird, weiß ich nicht, da sich Red Bull wohl Richtung Leipzig bewegt. Den Süden deckt mit absoluter Sicherheit, nicht nur wegen des zweitgrößten Fanpotenzials, Sturm ab. Das war immer so und soll so bleiben. Darum glaube ich auch, dass wir eine Kraft im gesamtösterreichischen Bereich sein werden. Wir versuchen im Süden ebenfalls Kärnten und den burgenländischen Teil abzudecken, um in diesen Bereichen Potenziale zu schürfen. Auch in Hinblick auf Sponsoren und Fanzuwachs.

 

Sturm konnte in den vergangenen zwei Jahren zwei Titel holen und war in Europa vertreten. Wie sieht Ihre Zielsetzung für die kommenden Spielzeiten aus? Ich will die Außendarstellung des Vereins anheben. Schon vor Beginn meiner Amtszeit mussten wir feststellen, dass wir mit weniger finanziellen Möglichkeiten gleich viel erreichen wollen. Zu toppen, was Franco Foda in den letzten zwei Jahren geschafft hat, geht nicht.

Das SturmEcho #333 ist ab 13. April 2012 in den Sturm-Fanshops erhältlich. Wer das SturmEcho nicht als Abonnent, Mitglied oder Dauerkartenbesitzer zugestellt bekommt, kann es sich hier per Abonnement sichern oder unter echo@remove-this.sksturm.at auch einzelne Ausgaben bestellen.

Weitere Informationen zum SturmEcho: 0316 / 771 771